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letzte Änderung: 10.10.2002

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ADFC-Sommerfest in Bad Homburg 2002

Erstes Sommerfest des ADFC Hochtaunus

Bei einem der Kreisvorstandstreffen überlegten wir, wie wir unseren neuen Arbeitsraum bekannter machen können. Einen Arbeitsraum, zu dem wir gekommen sind wie die Jungfrau zum Kind. Alles begann im Sommer letzten Jahres, als der Jugendtreff im alten E-Werk in Bad Homburg einen Tag der offenen Tür veranstaltete. Zu den Räumlichkeiten gehört ein Nebengebäude, in dem eine Fahrradwerkstatt untergebracht ist. Diese Werkstatt wurde in den Jahren zuvor von ABM-Kräften betrieben, die zwei-, dreimal die Woche nachmittags Jugendlichen eine Gelegenheit zum Reparieren und Basteln an ihren Fahrrädern bot. Angesichts geänderter Rahmenbedingungen fanden sich dann irgendwann keine ABMler mehr und die Werkstatt lag brach. Die ADFC-Ortsgruppe Bad Homburg wurde im vergangenen Jahr von der E-Werk-Leitung angesprochen, ob wir nicht wenigstens am Tag der offenen Tür die Fahrradwerkstatt personell besetzen könnten. Der Aktionstag, an dem wir unsere Infomaterialien und Fahrradkodierungen anboten, wurde ein Erfolg. Schnell kamen wir mit der E-Werk-Leitung überein, dass wir im Winter 2001/2002 wenigstens an einem Nachmittag im Monat die Werkstatt für Interessenten offen hielten. Die Zusammenarbeit entwicklte sich weiter, unsere Kreisvorstandssitzungen fanden regelmässig in den Besprechungsräumen des E-Werks statt und wir erwogen, einen Arbeitsraum in der Werkstatt einzurichten. Einige Schränke wurden angeschafft, unsere Infomaterialien dort zusammengeführt, unsere Kodiereinrichtung vervollständigt und regelmässige Öffnungszeiten geplant. Unser Arbeitsraum schlich sich so langsam ins ADFC-Leben - und sollte nun bekannter werden. 
Das Ergebnis unserer Überlegungen: Lasst uns doch mal ein Sommerfest beim E-Werk zu machen. Als Termin wurde der 24. August schnell bestimmt, weil dann die Sommer-Schulferien in Hessen seit zwei Wochen Vergangenheit sein würden und bestimmt alle wieder aus ihren Urlauben zurück gekehrt sein würden. Im Nachhinein erwies sich dieser Termin dann doch nicht als so günstig, weil (1) wir im Grossraum Frankfurt offensichtlich eine ausgeprägte Single-Gesellschaft haben, die auf Schulferientermine bei ihrer Urlaubsplanung keine Rücksicht mehr zu nehmen braucht und (2) dieses Wochenende dann doch eine Konkurrenz durch ähnliche Feste erlebte. Wegen (1) waren auch viele der engagierten ADFCler, auf die wir sonst bei ähnlichen Veranstaltungen immer rechnen dürfen, gerade mit ihren Rädern unterwegs und verknappten unsere Personaldecke doch spürbar. 

All dessen ungeachtet liessen wir uns in unseren Vorbereitungen nicht entmutigen. Ab 10:30 liefen die Arbeiten vor Ort. Die Bierzeltgarnituren wurden aufgebaut, die Tische mit ADFC-gelben Tüchern drapiert, der Grillaufbau ging nicht ohne Trial and Error voran, die Girlanden mit ADFC-Luftballons spannten sich über den Platz und alle verfügbaren ADFC-Großbanner versperrten die Einfahrten.Schon vor dem ofiiziellen Beginn um 13:00 warteten die ersten Besucher geduldig auf die Eröffnung unseres Fahrradkodierstandes und die richtige Bräunung der ersten Lage Grillwürstchen. Ab 13:15 waren dann endlich alle Stände einsatzbereit: der frisch aufgebrühte Kaffee war heiss und die Wasser- und Apfelweinflaschen in den Wassereimern waren kühl. Alles, was wir an Radwanderkarten und Infoclips hatten. lag nett arrangiert auf dem Infotisch aus. Eines unserer Fördermitglieder (Fahrrad Diehl aus Bad Homburg) hatte einen kleinen Verkaufspavillion aufgebaut, ein anderes Fördermitglied (City Zweirad aus Oberursel) stellte eher exotische Fahrräder für Probefahrten zur Verfügung. Zu diesen Rädern gehörten das Birdy von Riese und Müller, ein - laut Aufkleber - "Foldable Suspension Ride", ein Equinox vom selben Hersteller, das den Charme eines Bonanza-Rades mit dem Komfort einer Nexus-5 Gang-Automatik-Schaltung verband und ein Flux-Liegerad mit seinem doch etwas gewöhnungsbedürftig hoch liegenden Tretlager und seiner bequemen Rückenlehne. Irgendwann im Laufe des Nachmittags erinnerten wir uns des Anlasses zu diesem Sommerfest, stiessen mit allen Anwesenden und - aus Solidarität mit den Flutopfern - mit Rotkäppchen-Sekt auf die Eröffnung unseres Arbeitsraumes an. Als besondere Gäste durften wir vom ADFC-Landesvorstand Birgit Semle und Alfred Linder begrüssen und vom Vorstand unseres grossen Nachbarn, des ADFC Frankfurt, Lothar Hennemuth. Unser Dank gilt dem Team, das im Zuge der ADFC-typischen Selbstausbeutung den Samstagnachmittag hinter den Standtischen verbrachte. Besonderer Dank an Doris Steinbach, ohne deren Engagement dieser Tag nicht so rund verlaufen wäre. Obwohl wir uns insgesamt noch etwas mehr Zuspruch erhofft hatten, waren wir doch zufrieden über den Verlauf unseres Premieren-Sommerfestes - und sind uns ziemlich sicher, ein Revival in 2003 zu wagen. 

Volker Radek 
Kreissprecher des ADFC Hochtaunus

Hier die gesamten Bildimpressionen als Überblick: