An die Tagespresse und Wochenzeitungen im Hochtaunuskreis Sehr geehrte Damen und Herren, ergänzend zu der unten stehenden allgemeinen Pressemitteilung möchten wir die nachfolgenden regionale Bezüge herstellen. Mit freundlichen Grüßen Stefan Pohl ADFC Hochtaunus e.V. Pressesprecher - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC Hochtaunus e.V. Postfach 19 31, 61289 Bad Homburg Eingetragen im Vereinsregister Amtsgericht Bad Homburg, AZ 10VR1323 Als gemeinnützig anerkannt Finanzamt Bad Homburg, Steuernummer 0325060079/K07 Kontakt: Stefan Pohl (Pressesprecher ADFC Hochtaunus) Oranienstraße 2b, 61273 Wehrheim Tel.: (06081) 95 87 12 (Q - privat Hr. Pohl) (06196) 79-1803 (dienstlich Hr. Pohl) (069) 1330 6842 797 (Voicebox ADFC Usinger Land) Fax: (069) 1330 6842 797 E-Mail: Stefan.Pohl@ADFC-Hochtaunus.de Internet: http://www.adfc-hochtaunus.de Koordinaten: 08-34-03 E / 50-18-09 N - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - TOURENANGEBOTE hessischer ADFC-Verbände siehe http://www.hessen.adfc.de/touren/index.html === Regionaler Bezug zur Pressemitteilung "Geisterfahren auch auf zwei Rädern gefährlich" Auch in vielen Städten und Gemeinden im Hochtaunuskreis gibt es solche Situationen. Vor allem auf Straßen mit großer Trennwirkung gibt es häufig Geisterfahrer auf Bordsteinradwegen. "Auf dem Hindenburgring in Bad Homburg bin ich auch schon solchen Geisterfahrern begegnet", kommentiert der Pressesprecher des ADFC Hochtaunus, Stefan Pohl, "die aber allesamt auf der westlichen Seite mit dem Bordteinradweg unterwegs waren. Auf dem Radstreifen im Bereich der anschließenden Dietigheimer Straße konnte ich das noch nie beobachten." Deshalb spricht sich der ADFC auch im Hochtaunuskreis innerorts grundsätzlich für die Führung des Radverkehrs auf der Straße aus. Auch die Querungen müssen so gestaltet werden, dass sie eher angenommen werden als das illegale Befahren von Radwegen in der falschen Richtung zu begünstigen. "Dies ist am Beispiel im Bad Homburger Hindenburgring nicht gelungen", resümiert Pohl weiter, "es besteht dringender Handlungsbedarf zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.". Lobend erwähnt der ADFC die neue Planung der Hohemarkstraße in Oberursel, die im Abschnitt nördlich der Lahnstraße umgebaut und mit Radstreifen auf der Straße versehen werden soll. "Hier kann man als Radfahrer nicht nur zügig und sicher vorankommen", urteilt auch Patrik Schneider-Ludorff vom ADFC Oberursel, "auch die Geisterfahrerproblematik wird hier sicher nicht auftreten.". Auch der Umbau der PPR-Kreuzung fällt dem ADFC negativ auf. "Der Radfahrer wird auf dem Gehweg statt auf der Fahrbahn geführt. Auch bei entsprechenden Verboten ist aufgrund der Wegbeziehungen hier mit gefährlichen und gefährdeten Geisterfahrern zu rechnen", so Pohl weiter, "sie sind quasi eingebaut.". Dass die Stadt es besser kann, zeigt sie nach Ansicht des ADFC bei dem bereits erfolgten Umbau der Frölingstraße und der geplanten Fortführung der Baseler Straße zum Europakreisel - hier ist die Führung auf der Straße auch in Kreuzungsbereichen vorgesehen. "An der PPR-Kreuzung muss deshalb nachgebessert werden", so Pohl weiter, "Platz ist dort ausreichend vorhanden." Auch in Steinbach kann sich der ADFC zur Anbindung des Bahnhofs eine solche Lösung auf der Straße vorstellen. "Kostengünstig, effektiv und radfahrgerecht - und ohne Behinderungen für andere Verkehrsteilnehmer.", führt Pohl aus. "Das gleiche gilt für die Anbindung von Merzhausen an die Usinger Kernstadt an der B275.", so der ADFC-Sprecher weiter, "auch hier könnte in den überbreiten Teilabschnitten die sehr kostengünstige Führung auf der Straße gewählt werden und so die Kosten der Maßnahme, die schon länger auf der Wunschliste vieler Usinger steht und auch im Regionalen Flächennutzungsplan des Planungsverbandes Frankfurt Rhein/Main (PVFRM) enthalten ist, deutlich verringert werden.". === ENDE der regionalen Ergänzung ADFC-Pressemitteilung ------------------------------ 11. April 2008 Geisterfahren auch auf zwei Rädern gefährlich ADFC warnt vor unterschätzten Risiken des Falschfahrens Sie tauchen überraschend auf und bringen sich und andere im Straßenverkehr in Gefahr: Geisterfahrer auf Radwegen. Schuldgefühle haben sie selten, Ausreden hingegen viele. Täglich sind Tausende Radfahrer auf der falschen Straßenseite unterwegs – und unterschätzen das zuweilen tödliche Risiko. Das berichtet das Mitgliedermagazin Radwelt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in seiner aktuellen Ausgabe. ADFC-Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann sagt: „Schon wenn zwei Radfahrer zusammenstoßen, können sie sich schwer verletzen.“ Ein noch größeres Risiko: Wenn Autofahrer aus Einfahrten oder Einmündungen kommen oder abbiegen möchten, rechnen sie nicht mit Radfahrern, die auf der falschen Seite unterwegs sind. Bewegen sich zwei Fahrradfahrer auf oft schmalem Radweg aufeinander zu, führt dies zu gefährlichen Ausweichmanövern. In Hamburg beispielsweise starb 2005 eine Geisterfahrerin, als sie auf die Fahrbahn auswich und dort von einem Lkw überrollt wurde. Das ADFC-Magazin Radwelt fragte bei Falschfahrern in der Hansestadt nach. „Ich fahre nur mal ein paar hundert Meter auf der falschen Seite“ heißt es, oder: „Das ist mir doch egal, ich fahre, wo ich will. Funktioniert doch!“ Aber es gab auch berechtigte Kritik wie: „Bei der Verkehrsführung ist mir nicht klar, wo ich fahren soll.“ Tatsächlich lässt eine undurchsichtige Radwegeführung Radfahrer immer wieder einmal zu Geisterfahrern werden. Das Fahren auf dem linken Radweg ist laut Straßenverkehrsordnung (StVO) manchmal sogar erlaubt. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Radweg benutzungspflichtig und mindestens zwei Meter breit ist. Dann kann er auch für den Gegenverkehr mit einem blauen Radweg-Verkehrsschild freigegeben werden. ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn: „Mit dem Linksfahren sind besondere Gefahren verbunden. Deshalb soll es nach der StVO die Ausnahme bleiben.“ Der ADFC Hamburg hat 2004 eine Kampagne gegen das Geisterradeln gestartet. „Geisterradeln kann tödlich sein“ lautete das Motto der Aktion. „Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass Radfahrer in Hamburg falsch und illegal geleitet werden“, sagt Hamburgs ADFC-Sprecher Stefan Warda. Beispielsweise seien in Hamburg die Radwege, die in beiden Richtungen freigegeben sind, schmaler als zwei Meter, „nicht selten sogar nur einen Meter und schmaler“, so Warda. Die Kampagne fand bundesweit ein großes Medienecho und wird dieses Jahr fortgeführt. Als dauerhafte Lösung gegen das Geisterradeln fordert der Leiter des ADFC-Fachausschusses Radverkehr, Martin Jobst, Radfahrer auf die Fahrbahn zu bringen – im Mischverkehr gleichberechtigt mit Autofahrern und nicht separat auf einem Radweg. „Auf der Fahrbahn kommen nur die wenigsten auf die Idee, in der falschen Richtung zu fahren“, sagt Martin Jobst. Die Trennung von Rad- und Autoverkehr habe dazu geführt, dass Autofahrer beim Kreuzen des Radwegs die Radfahrer nur schlecht sehen können, wenn der Radweg und damit die Radfahrer beispielsweise von parkenden Autos oder einem Grünstreifen verdeckt werden. Klar ist aber auch: Je mehr Menschen im Alltag Rad fahren, desto weniger Geisterfahrer wird es geben, so der ADFC. Denn schließlich lässt sich keiner gerne vom Strom der Radfahrer niederklingeln. Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren. Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten. Informationen zur Mitgliedschaft gibt es beim ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen, Infoline: 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de oder im Internet unter www.adfc.de. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Kontakt: Bettina Cibulski Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (Bundesverband) e.V. Bundesgeschäftsstelle Postfach 10 77 47, 28077 Bremen Grünenstr. 120, 28199 Bremen Telefon: +49/ 421/ 346 29-15 Telefax: +49/ 421/ 346 29-50 E-Mail: bettina.cibulski@adfc.de Internet: http://www.adfc.de Engagement, Service, Kontakte. Unsere Mitglieder haben mehr vom Radfahren. Zum Beispiel praktische Tipps und unsere Rechtsdatenbank im Internet. Oder fahren Sie gar nicht Rad? Mitglied werden unter http://www.adfc.de/833_1