An die Tages- und Wochenzeitungen im Hochtaunuskreis PRESSEMITTEILUNG Etikettenschwindel bei Discounter-Bügelschloss - auch im Hochtaunuskreis Bereits im September 2008 hat der ADFC Bundesverband einen handfesten Betrug am Kunden aufgedeckt: Ein unter anderem in TOOM-Baumärkten verkauftes Bügelschloss von PROFEX schmückt sich mit einem falschen Testurteil der Stiftung Warentest. "Auch nach über einem Monat ist das Schloss noch mit dem falschen Testurteil-Aufdruck in Baumärkten im Hochtaunuskreis erhältlich", resümiert der Pressesprecher des ADFC Hochtaunus, Stefan Pohl. ADFC-Aktive haben sich in den TOOM-Baumärkten in Friedrichsdorf, Oberursel und Usingen umgesehen und dies dokumentiert. "In allen drei Märkten im Hochtaunuskreis wird weiter das Schloss mit dem falschen Testurteil "Gut" der Stiftung Warentest verkauft.", stellt Pohl fest. Die Stiftung Warentest hat das Schloss nachgetestet und formuliert es eindeutig: "Und es schmückt sich mit einem Testurteil, das es nicht verdient." (Zitat aus den Internet-Seiten der Stiftung Warentest). Der ADFC rät beim Kauf von Fahrrädern und Zubehör zur Beratung durch den Fachmann. "Beim Fahrradhändler bekommt man eine fachliche Beratung. Schlösser mit falschen Testurteilen, die den Eindruck von Qualität vortäuschen, werden beim Fachhändler nicht zu finden sein.", so Pohl weiter, "das kann der sich gar nicht leisten. Denn er hebt sich gerade durch guten Service und gute Beratung zum Beispiel von Baumärkten ab." "Es ist schon verwunderlich, dass die Stiftung Warentest ein Produkt mit offensichtlich falschem Urteil nicht umgehend aus dem Verkehr ziehen lässt", meint der Pressesprecher Pohl, "wie soll der Verbraucher diesem Label denn so noch trauen?". Der ADFC Hochtaunus stellt aber klar: Der Verkauf eines schlecht getesteten Schlosses ist natürlich nicht verboten. Dem Verbraucher wird aber zumindest in den TOOM-Baumärkten im Hochtaunuskreis durch das falsche Urteil auf den Etiketten eine nicht vorhandene Qualität vorgetäuscht. "Ist das tatsächlich das Bild, dass die Baumärkte in der Öffentlichkeit von sich vermitteln wollen?" fragt sich Pohl. Der ADFC Hochtaunus erwartet, dass der Verkauf der betroffenen Schlösser mit dem Aufdruck des falschen Testurteils auch im Hochtaunuskreis umgehend eingestellt wird. Wünschenswert wäre es natürlich, dass auch Schlösser im Baumarkt eine hohe Qualität bieten. Der ADFC Hochtaunus weist abschließend darauf hin, dass der Verbaucher grundsätzlich nicht davon ausgehen sollte, dass Billigst-Produkte bei Bügelschlössern Spitzenqualität aufweisen und rät zum Kauf im Fachhandel. Bei Kauf eines guten Bügelschlosses ist mit mindestens 50 Euro zu rechnen. ENDE DER PRESSEMITTEILUNG Links Pressemitteilung des ADFC-Bundesverbandes vom 16. September 2008 (siehe auch unten): http://www.adfc.de/5807_1 Stiftung Warentest: http://www.test.de/themen/freizeit-reise/schnelltest/-Fahrradschloss-von-Profex/1716288/1716288/?campaign=themen-topbox-freizeit_reise-schnelltest-1 Die Pressemitteilung steht auch im Web des ADFC Hochtaunus zum Download bereit unter http://www.adfc-hochtaunus.de/PRESSEINFO.html Verwendungshinweis: Der ADFC bietet für die Presse hierzu ein oder mehrere Bilder zum Download an. Sie dürfen honorarfrei im Zusammenhang mit der jeweiligen Berichterstattung / Pressemitteilung zum Thema und Nennung der Quelle abgedruckt werden. Ausnahmen werden jeweils separat genannt. Über ein Belegexemplar würden wir uns freuen. Mit freundlichen Grüßen Stefan Pohl ADFC Hochtaunus e.V. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC Hochtaunus e.V. 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September 2008 Etikettenschwindel bei Discounter-Bügelschloss ADFC deckt Missbrauch des „Stiftung Warentest“-Prüfsiegels auf Einen handfesten Betrug am Kunden deckte jetzt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auf: Obwohl es laut Verpackung von der „Stiftung Warentest“ geprüft und mit dem Urteil „Gut“ ausgezeichnet wurde, gab das Bügelschloss von Profex beim Aufbruchversuch im Rahmen einer Fernsehreportage mit ADFC-Beteiligung viel zu schnell nach. Ein gutes Fahrradschloss hält Diebe mindestens drei Minuten vom Fahrradklau ab – denn länger versucht es ein Langfinger in der Regel nicht. Doch der Test des ADFC ergab: Mit Säge und Bolzenschneider war das Schloss im Handumdrehen geöffnet und somit kein ernstzunehmendes Hindernis. Auch wenige Hammerschläge auf den Schlosskörper brachten den Mechanismus dazu, den Bügel freizugeben. „Mindere Material- und Produktqualität“ bescheinigt ADFC-Technikreferent André Gläser dem Produkt. Die Stiftung Warentest wurde von dem Ergebnis in Kenntnis gesetzt und reagierte überrascht. Das betreffende Schloss sei nie Gegenstand eines ihrer Tests gewesen. Die Tester der Stiftung nahmen die Meldung des ADFC zum Anlass, das Schloss zu untersuchen und bestätigen nun das ADFC-Urteil: „Das Profex-Schloss hält nicht, was es verspricht. Und es schmückt sich mit einem Testurteil, das es nicht verdient“, so die Stiftung. Das Schloss ist in verschiedenen Baumärkten und Discountern erhältlich. André Gläser: „Bei einem Preis von 14,99 Euro kann man keinen ausreichenden Schutz erwarten. Schlösser, die einem ernsthaften Diebstahlsversuch widerstehen, kosten in der Regel mehr als 50 Euro.“ Empfehlenswerte Schlösser finde man im Fahrradfachhandel. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Kontakt: Bettina Cibulski Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (Bundesverband) e.V. 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