PRESSEMITTEILUNG - Rundroute um Weilrod - Erfolgreiche Erstbefahrung des ADFC mit interessanten Anregungen PRESSEMITTEILUNG des ADFC Hochtaunus e.V. vom 21. Juni 2007 An die Tageszeitungen und Wochenblätter im Hochtaunuskreis Sehr geehrte Damen und Herren, Am 15.07.2007 fand die ADFC-Radtour "Rund um Weilrod" statt. Insgesamt 8 Teilnehmer, wobei nicht alle die volle Strecke absolvierten, fuhren bei großer Hitze den rund 44 Kilometer langen und über mehr als 1.000 Höhenmetern führenden Rundweg ab. Trotz einiger anspruchsvoller und nicht immer akzeptabler Wegstücke kam die Tour nach den Rückmeldungen der Teilnehmer an den ADFC gut an. Dieser Rundweg soll übrigens ausgeschildert werden, die Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Auf der landschaftlich sehr reizvollen und anspruchsvollen Route wurden dabei überwiegend gut geeignete Wegqualitäten vorgefunden. Teilweise waren die Teilnehmer aber auch der Meinung, dass sinnvolle Lücken zu schließen sind und einige Wegstücke in einen besseren Zustand zu bringen seien. Zu den guten Abschnitten zählt zum Beispiel die Rennstraße, die auf dem Höhenrücken westlich des Weiltals führt. Dieser recht lange Abschnitt ist durchgehend gut ausgebaut und schon jetzt ein bei Radfahrern beliebter Weg. Auch die Abschnitte im Weiltal sind gegenüber dem Vorjahr verbessert worden und jetzt in gutem Zustand. Das gilt im Bereich der Feldwege auch für die steilen Anstiege von Winden auf den Bergrücken zur Hessenstraße. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Strecke zwischen Finsternthal und dem Weiltal, die abseits der Straßen teilweise sogar asphaltiert ist und nur ein kurzes ausgeschwaschenes Stück im Wald enthält, das sicher problemlos entschärfbar ist. Der wenig bekannte Seitenweg von der Landsteiner Mühle Richtung Meerpfuhl ist ebenfalls recht ordentlich befahrbar und mit geringem Aufwand in einen qualitativ guten Weg zu bringen. Damit sind weite Teile des Rundweges bereits jetzt als gut geeignet einzustufen. Der Übergang von der Rennstraße zur Hessenstraße oberhalb von Hasselbach allerdings muss als nicht befahrbar eingestuft werden. Hier ist ein Wegausbau vor einer Ausschilderung unbedingt erforderlich, es gibt nur sehr großräumige und unattraktive Alternativen. Von ganz hoher Priorität ist auch eine Lösung für den Bereich der Landsteiner Mühle, da hier die stark befahrene B275 erst mitbenutzt und dann an einer ungünstigen Stelle, nämlich im Kurvenbereich, überquert werden muss. Zu Empfehlen ist die Wegausbesserung bzw. Wegherstellung auch auf dem Abschnitt zwischen Niederlauken und Gemünden. Hier müsste ein vorhandener Feld- und Waldweg am Sattelbach nur befestigt werden und eine schmale Holzbrücke mit Stufen in eine befahrbare Überbrückung des Sattelbaches umgewandelt werden - zum Beispiel wie der Übergang über die Usa zwischen Wernborn und dem projektierten Usatalweg, der mit einem kostengünstigen, gebrauchten Betonelement realisiert wurde. Alternativ kann zwischen Niederlauken und Gemünden allerdings vorübergehend die neu ausgebaute Kreistraße ausgeschildert werden. Da aber touristische Aspekte im Vordergrund stehen, und bessere Lösungen möglich sind, ist die Wegführung auf der Kreisstraße lediglich übergangsweise akzeptabel. Verbessert werden muss auch das Stück zwischen Gemünden und dem Weiltal, das sogar als Weiltalschleife ausgeschildert ist. Die Wegqualität wird dieser Ausschilderung nicht gerecht: Zu grober Schotter, zu weicher Untergrund im Wald und teilweise zu schmale Teilstücke - dies alles sollte hergerichtet werden. Auch hier ist als Übergangslösung eine touristisch weniger sinnvolle Wegführung über die Kreisstraße zwischen Gemünden und Emmershausen möglich. Auf weiteren eher kurzen Abschnitten sind kleinere Mängel festzustellen, die aber einer Ausschilderung nicht entgegenstehen und nach und nach verbessert werden können. Auf der Tour wurden auch weitere Ideen eingebracht. So ist der Vorschlag, eine künstlerisch gestaltete, aber eher unauffällige Figur aufzustellen, zum Beispiel eines Fabelwesens mit Bezug auf Weilrod oder ein aus dem Wappen Weilrods entnommener Fisch, die dann gesucht werden könnte. Dies dürfte bei sehr geringen Kosten einen großen Aufmerksamkeitgrad erreichen und ein ungewöhnlicher Anreiz für die Befahrung des Rundweges sein, der so nur durch teuere Marketingaktionen erreicht wäre. Was die Wegqualität angeht, gab es auch einen interessanten Vorschlag: Um einen einmal gut hergerichten Weg so zu erhalten, könnten in regelmäßigen Abständen ortsansässige Landwirte mit Eggen den Weg leicht aufreißen und anschließend sofort mit Walzen wieder befestigen. Dies hat ein Teilnehmer in einer anderen radtouristischen Regionen aufgeschnappt und als Idee eingebracht. Zwar entstehen hierdurch Kosten, da Landwirte dies natürlich nicht umsonst erbringen können. Die eingesetzten Gelder könnten aber teuerere Maßnahmen überflüssig machen, die durch normale Einflüsse immer wieder entstehen - und die Gelder blieben in der Gemeinde Weilrod. Insgesamt war die ADFC-Radtour um Weilrod nicht nur ein tolles Erlebnis und eine angesichts der Steigungen und der Hitze hoch einzustufende Leistung, sondern sie hat auch wichtige Erkenntnisse für eine attraktive und gleichzeitig kostengünstige Umsetzung und Unterhaltung gebracht. Der ADFC wird zusammen mit dem ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten von Weilrod, Hans-Friedrich Lange, und weiteren Unterstützern nicht nur aus dem ADFC Vorschläge und Anregungen einbringen, um auch für Weilrod an einer guten, aber der waldreichen Landschaft angemessenen Rundroute mitzuwirken. Selbstverständlich wird die Rundroute um Weilrod in die Beschilderung des kreisweiten Radroutennetzes, das maßgeblich der ADFC für den Hochtaunuskreis ausarbeitet, voll mit integriert. Mit (fahrrad-)freundlichen Grüßen Stefan Pohl ADFC Hochtaunus e.V. Pressewart - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC Hochtaunus e.V. Postfach 19 31, 61289 Bad Homburg Eingetragen im Vereinsregister Amtsgericht Bad Homburg, AZ 10VR1323 Als gemeinnützig anerkannt Finanzamt Bad Homburg, Steuernummer 0325060079/K07 Kontakt: Stefan Pohl (Beisitzer Vorstand) Oranienstraße 2b, 61273 Wehrheim Tel.: (06081) 95 87 12 (Q - privat Hr. 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