-----Original Message----- From: Stefan Pohl (ADFC Usinger Land e.V.) Sent: Tuesday, February 26, 2008 1:27 PM To: Hr. Bürgermeister Gregor Sommer Subject: Ortsbesichtigung Im Preul im Sommer Guten Tag, Herr Sommer, in dem Zeitungsartikel "Blinkend zu mehr Verkehrs-Disziplin" im Usinger Anzeiger vom 22.02.2008 stand die Textpassage "Der Ausschuss spricht sich weiter dafür aus, im angrenzenden Gebiet "Im Preul" im Sommer eine Ortsbesichtigung vorzunehmen und hier über das Einbahnstraßensystem und die vorhandenen Blumenkübel in der Straße Am Pfarrhaus zu beraten.". Hierzu möchte ich vorab einige Aspekte beitragen und einen Vorschlag zur Verbesserung der Gesamtsituation bei Ermöglichen einer Freigabe der Einbahnstraße für den Radverkehr machen. Sicher wäre die Beseitigung des Blumenkübels in der Preulstraße von Vorteil, um auch eine Freigabe für den Radverkehr zu ermöglichen. Es ist aber heute auch mit Pflanzkübel schon so, dass viele Radfahrer regelmäßig hier - allerdings unerlaubter Weise - gegen die Einbahnstraße fahren - und Kinder bis 10 Jahren dies sogar dürfen/müssen - weil im Pfarrgarten ein Bürgersteig fehlt und es sich um eine gemeinsam zu nutzende Fläche handelt. Dieser Aspekt ist in einer früheren Ortsbesichtigung so sicher nicht betrachtet worden. Wie bereits früher erläutert, halten wir die vorhandene Bordsteinkante generell für gefährlich, weil Radfahrer sie i.d.R. im spitzen Winkel befahren müssen und eine Kante - zumal in dieser Höhe - immer eine zusätzliche und vermeidbare Gefahr bedeutet, die nicht als Sicherheitsgewinn durch ein erhofftes Abbremsen interpretiert werden kann. Vielmehr überwiegt der Aspekt der Gefährdung deutlich, weil bei langsamer Geschwindigkeit eine relativ hohe Bordsteinkante befahren werden muss und gleichzeitig bei eingeschränkten Sichtmöglichkeiten auf den bevorrechtigten Verkehr geachtet werden muss. Ein wesentlich besserer Schutz kann z.B. durch eine vorgelagerte einseitige Fahrbahnverengung (in der Skizze der Anlage Nr. 1a) erreicht werden. Damit wäre ein niveaugleicher Übergang Preulstraße - Oranienstraße möglich. Dadurch könnten Radfahrer einerseits zügig in die Preulstraße einfahren (nach erfolgter Freigabe) und haben andererseits durch die Fahrbahnverengung (bei niedriger Bepflanzung) ausreichend Sichtkontakt und Wartefläche, um ggf. auf den bevorrechtigten Verkehr der Oranienstraße warten zu können. Dies würde nebenbei auch die Sichtbeziehung für herausfahrende Kfz erheblich verbessern, da die Warteposition weiter vorgeschoben wäre. Wir bitten diese Aspekte zu berücksichtigen. Insbesonder würde uns bei einer erneuten Ablehnung interessieren, warum eine Freigabe der Preulstraße für Radfaher als zu gefährlich eingeschätzt wird, gleichzeitig aber Kinder bis 10 Jahre, die generell mit dem Rad den Bürgersteig benutzen müssen (bis 8 Jahre) oder können (bis 10 Jahre) und dabei als Fußgänger gelten, in Gegenrichtung zugelassen werden MÜSSEN - weil kein Bürgersteig exisitiert. Viele Grüße Stefan Pohl ADFC Usinger Land / ADFC Hochtaunus