OFFENER BRIEF des ADFC Hochtaunus an die Stadt Friedrichsdorf zur Kenntnis an die Tageszeitungen im Hochtaunuskreis sowie die Wochenzeitung Friedrichsdorfer Woche Sehr geehrte Damen und Herren, wie in der Presse in den letzten Tagen berichtet wurde, sollen an den Bahnhöfen Köppern und Friedrichsdorf Fahrradboxen aufgestellt werden. Der ADFC Hochtaunus möchte diesen Schritt der Stadt Friedrichsdorf in einem Offenen Brief ausdrücklich loben. Erst sichere Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern an Bahnhöfen bringen Pendler, die das Fahrrad als Zubringer zur Bahn nutzen dazu, auch hochwertige und damit verkehrssichere Fahrräder einzusetzen. Häufig werden ansonsten bei minderwertigen Abstellanlagen, die weder Witterungsschutz noch Diebstahl- oder Vandalismusschutz bieten, nur alte Fahrräder eingesetzt, die teilweise in erschreckend schlechtem Zustand und damit häufig auch nicht verkehrssicher sind. So wird auch neben der Förderung des Fahrradfahrens auch ein oft übersehener Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet. Überdachte Anlagen mit geeigneten Abstellanlagen, die die Möglichkeit bieten, den Fahrradrahmen mit anzuschließen, sind bereits ein Beitrag dazu, Fahrradboxen jedoch bieten zusätzlich Schutz vor Vandalismus, was es ermöglicht, auch hochwertige Räder einzusetzen und längere Zeit stehen zu lassen. Dies ist sehr lobenswert, die Stadt Friedrichsdorf ist damit neben Oberursel und Wehrheim die dritte Kommune im Hochtaunuskreis, die eine solche Möglichkeit anbieten wird. Weitere Informationen zu diesem Vorgang sind übrigens im Web des ADFC Hochtaunus zu finden. Link: http://www.adfc-hochtaunus.de/kurzmit/KM-HK1115.html Der ADFC möchte in diesem Zusammenhang zusätzlich anregen, weitere Möglichkeiten zu nutzen, die Fahrradverfügbarkeit besonders in Wohngebieten mit größeren Mehrfamilienhäusern durch vergleichbare Maßnahmen zu steigern, z.B. indem kleinere Fahrradparkhäuschen (z.B. mit einer Kapazität von 12 Fahrrädern) verwendet werden. Ein Schritt in diese Richtung könnte ein Förderangebot solcher Anlagen durch eine Mitfinanzierung aus Stellplatzablösezahlungen sowie der Bereitstellung von Flächen im öffentlichen Raum in der Nähe größerer Wohnhäuser verbunden mit einem aktiven Förderangebot an die jeweiligen Eigentümer sein. Auch dies wäre zusätzlich ein Beitrag zur Verkehrssicherheit, da hochwertige Räder dann besser verfügbar sind und somit statt älterer Fahrräder eingesetzt werden. Selbst geschlossene Abstellräume in größeren Wohnanlagen bieten häufig nicht ausreichend Sicherheit vor Vandalismus - kleinere Fahrradparkhäuschen erfüllen diesen Zweck jedoch aufgrund ihrer beschränkteren Zugänge nur durch tatsächliche Nutzer. Derartige Fördermöglichkeiten könnten zum Beispiel in der Stellplatzsatzung genauso verankert werden wie etwa die Vorgabe, für Neubauten grundsätzlich Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorzuschreiben, die die Abschließbarkeit des Fahrradrahmens gewährleisten - wie die Stadt Oberursel dies in ihrer Stellplatzsatzung beispielsweise getan hat. Mit freundlichen Grüßen Stefan Pohl ADFC Hochtaunus e.V. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC Hochtaunus e.V. Postfach 19 31, 61289 Bad Homburg Eingetragen im Vereinsregister Amtsgericht Bad Homburg, AZ 10VR1323 Als gemeinnützig anerkannt Finanzamt Bad Homburg, Steuernummer 0325060079/K07 Kontakt: Stefan Pohl (Beisitzer Vorstand) Oranienstraße 2b, 61273 Wehrheim Tel.: (06081) 95 87 12 (Q - privat Hr. Pohl) Fax: (069) (03222) 1402 037 E-Mail: Stefan.Pohl@ADFC-Hochtaunus.de Internet: http://www.adfc-hochtaunus.de Koordinaten: 08-34-03 E / 50-18-09 N - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -