Februar 2007
(KM-HK1017#M01)
Hochtaunuskreis: Wege des
Naturparks derzeit nicht verkehrssicher
Der Naturpark Hochtaunus weist in einer Pressemitteilung
darauf hin, dass die Wege im Bereich des Naturparks seit dem
Orkantief "Kyrill" nicht verkehrssicher sind, die
Nutzung der Naturpark-Anlagen geschehe auf eigene Gefahr.
Bei den zuständigen Forstämtern könne man sich über den
Waldzustand informieren.
Nach ADFC-Informationen ist
damit zu rechnen, dass umgefallene Bäume bis zum Mai, bei
weiter anhaltender wärmerer Witterung auch früher, aus dem
Wald entfernt sein müssen, wenn nicht Schädlingsplagen die
Folge sein sollen. Daher laufen derzeit in allen
Waldbereichen die Arbeiten mit Hochdruck unter dem Einsatz
auch schwerer Maschinen. Der ADFC interpretiert daraus, dass
selbst wenn ein Weg offensichtlich frei geräumt sein sollte,
zum einen trotzdem mit Behinderungen durch umgefallene Bäume
oder Reste der Aufräumarbeiten zu rechnen ist und gegenüber
früher punktuell oder auch durchgehend von stark
verschlechterten Wegoberflächen auszugehen ist. Zur Behebung
der Wegschäden wurden bisher keine Aussagen getroffen. Vor
dem Hintergrund der noch nicht abgeschlossenen Arbeiten
dürfte das derzeit auch kaum möglich sein.
Zu dem Begriff der
Verkehrssicherheit ist außerdem anzumerken, dass diese
ohnehin für den Radverkehr auch auf ausgeschilderten
Strecken im Wald nur in sehr eingeschränkten Umfang gilt
(siehe
Betretungsrecht). In der Regel handelt es sich im
Naturpark Hochtaunus um wald- und forstwirtschaftliche Wege,
die für den Radverkehr freigegeben sind - und nicht um
Radwege nach StVO, für die an die Verkehrssicherungspflicht
sehr hohe Anforderungen gestellt werden könnten. Aus rein
rechtlicher Sicht ist auf solchen Wegen daher weder die
Beseitigung von Sturmschäden, beispielsweise überraschend
quer liegende Bäume, noch die Wiederherstellung
verschlechterter Wegoberflächen einklagbar. Allerdings
spielt es auf der Ebene der Glaubwürdigkeit nach Ansicht des
ADFC eine erhebliche Rolle, ob es gelingen wird,
projektierte oder bereits ausgeschilderte Fahrradrouten
möglichst rasch in einen wieder befahrbaren Zustand zu
versetzen.
- Informationen über den
Waldzustand erhält man gemäß der Pressemitteilung beim
Forstamt Weilrod, Schloß Neuweilnau, 61276 Weilrod Tel.: 06083/9132-0 E-Mail: ForstamtWeilrod@forst.hessen.de
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