Home            

letzte Änderung: SP 13.03.2007

       Service

       Verkehr

       vor Ort

       Wer wir sind

       Links

       Mitglied

       Intern

       Sitemap

       Kontakt

Fahrradtauglichkeit der neuen Taunusbahn-Fahrzeuge

Meldungsübersichten:     Chronologisch        nach Orten        nach Themen

Einzelmeldungen


16. März 2007 (KM-HK1019#M03)
Hochtaunuskreis: Neue Fahrzeuge der Taunusbahn - Zugeinsatz wird nicht geändert

Inzwischen liegt eine Rückmeldung vom Geschäftsführer des Verkehrsverbandes Hochtaunus vor. Demnach hat man sich auf den Hersteller ALSTOM verlassen und ist davon ausgegangen, dass dort ausreichend Erfahrungen beim Bau von Zügen vorliegen. Zudem wurde der Fahrgastverband Hochtaunus beteiligt. Man geht auch davon aus, dass vom Hersteller ALSTOM die Fahrrad-Lobby miteinbezogen wird. Weil der Hochtaunuskreis sehr viel Geld investiert hat und davon auch die Fahrgäste profitieren sollen, möchte man den Zufahrplan nicht ändern, denn das würde bedeuten, dass mehrere Millionen Euro am Wochenende auf dem Abstellgleis stehen. Zudem werden die Triebwagen nicht nur im Hochtaunuskreis, sondern auch woanders eingesetzt und es gebe von dort keine Beschwerden.

ADFC-Kommentar: Es ist absolut nachvollziehbar, dass derart hohe Investitionen nicht ungenutzt herumstehen sollen. Hier hat ganz klar der Hersteller ALSTOM versagt. Der Hochtaunuskreis muss es ausbaden. Man muss von Ingenieuren doch erwarten dürfen, dass völlig neue Mehrzweckfahrzeuge nicht so verbaut werden, dass nicht nur die Nutzung eingeschränkt ist, sondern auch mit Behinderungen ansonsten unbeteiligter Fahrgäste dauerhaft gerechnet werden muss.
Es steht aber noch etwas mehr auf dem Spiel als nur das investierte Geld, und hier beginnt die nicht einfache politische Bewertung der Angelegenheit: Es geht nämlich auch um den Eindruck, den Fahrgäste vom Hochtaunuskreis bekommen. Wenn man sich als Fahrradfahrer, womöglich in einer Gruppe, auf eine geeignete Mitnahmemöglichkeit verlässt und dann Behinderungen vorfindet, wird das den Ruf der Taunusbahn, aber auch dem Tourismus-Standort insgesamt, schaden. Derartige Imageschäden sind nur schwer reparabel und nicht einfach oder gar nicht monetär bezifferbar. Beginnt oder endet eine Radtour mit Behinderungen, bleibt das meist im Gedächtnis - das erzählt man weiter, beim nächsten Mal fährt man selbst und andere lieber wieder Auto, denn da gibt es durchdachte und angepasste Lösungen. Wem soll man's verdenken...
Den Vorgang haben wir aufgrund der übergreifenden Bedeutung zum ADFC-Fachausschuss Öffentlicher Verkehr weiter gegeben und sind gespannt, was es hier für Antworten gibt und welche  Einwirkungsmöglichkeiten bestehen.

nach oben


9. März 2007 (KM-HK1019#M02)
Hochtaunuskreis: Neue Fahrzeuge der Taunusbahn - Änderung nicht möglich

Nach telefonischer Rückmeldung durch den RMV (Hr. Vollmer) kann keine Änderung an den Zwischenwänden der Zugmodelle Coradia LINT vorgenommen werden. Ursache ist nach Auskunft des Herstellers ALSTROM LHB die eingebaute Klimaanlage und die Veränderungen der Luftzugverhältnisse bei einem Umbau.

ADFC-Kommentar: Der ADFC bedauert dies, sind doch so die neuen Wagen nur bedingt für den Transport von Fahrradanhängern geeignet. Der ADFC-Fachausschuss Öffentlicher Verkehr wird informiert, da diese Wagen grundsätzlich bundesweit geliefert werden. Wir versuchen uns dafür einzusetzen, dass diese Züge an Wochenenden auf der Taunusbahn-Strecke möglichst nicht eingesetzt werden, da hier typischer Weise eine touristische Nutzung stärker zu erwarten ist und ausreichend Zugkapazitäten mit weniger Einschränkungen bestehen.

nach oben


9. Februar 2007 (KM-HK1019#M01)
Hochtaunuskreis: Neue Fahrzeuge der Taunusbahn - bedingt fahrradtauglich

Auf den Strecken der Taunusbahn sind bereits einige neue und einige "redesignte" Züge unterwegs. Da bei den alten Zügen der gesamte Innenraum überarbeitet wurde, sind auch die Fahrradabteile neu gestaltet worden. Bei den alten Zügen ist das Ergebnis durchaus ansprechend, wie das linke untere Bild zeigt. Zwar ist der Platz in Längsrichtung etwas geringer und eine kurze Abtrennung sorgt für etwas weniger Platz, dafür ist nun beidseitig die volle Länge verfügbar, weil die Fahrkartenautomaten entfallen sind. Etwas anders stellt es sich in den ganz neuen Zügen dar. Hier wurden die Kapazitäten erweitert, allerdings ist im einen Abstellbereich der Platz durch die Toilette stark eingeschränkt. Bei beiden neuen Abstellbereichen wurde jedoch die Absperrung weit in die Mitte gezogen, so dass einige Fahrrad-Anhänger gar nicht in den Bereich geschoben werden können und im Eingangsbereich stehen bleiben müssen. Man fragt sich, wie Ingenieure so etwas überhaupt anbieten können. Der ADFC wird mit der FKE Kontakt aufnehmen, um auf das Problem hinzuweisen. Wir werden über das Ergebnis berichten.

Vorschaubild - für größeres Bild (je ca. 100 KB) bitte anklicken
 

nach oben