16. März 2007
(KM-HK1019#M03)
Hochtaunuskreis: Neue
Fahrzeuge der Taunusbahn - Zugeinsatz wird nicht geändert
Inzwischen liegt eine
Rückmeldung vom Geschäftsführer des Verkehrsverbandes
Hochtaunus vor. Demnach hat man sich auf den Hersteller
ALSTOM verlassen und ist davon ausgegangen, dass dort
ausreichend Erfahrungen beim Bau von Zügen vorliegen. Zudem
wurde der Fahrgastverband Hochtaunus beteiligt. Man geht
auch davon aus, dass vom Hersteller ALSTOM die Fahrrad-Lobby
miteinbezogen wird. Weil der Hochtaunuskreis sehr viel Geld
investiert hat und davon auch die Fahrgäste profitieren
sollen, möchte man den Zufahrplan nicht ändern, denn das
würde bedeuten, dass mehrere Millionen Euro am Wochenende
auf dem Abstellgleis stehen. Zudem werden die Triebwagen
nicht nur im Hochtaunuskreis, sondern auch woanders
eingesetzt und es gebe von dort keine Beschwerden.
ADFC-Kommentar: Es ist
absolut nachvollziehbar, dass derart hohe Investitionen
nicht ungenutzt herumstehen sollen. Hier hat ganz klar der
Hersteller ALSTOM versagt. Der Hochtaunuskreis muss es
ausbaden. Man muss von Ingenieuren doch erwarten dürfen,
dass völlig neue Mehrzweckfahrzeuge nicht so verbaut werden,
dass nicht nur die Nutzung eingeschränkt ist, sondern auch
mit Behinderungen ansonsten unbeteiligter Fahrgäste
dauerhaft gerechnet werden muss.
Es steht aber noch etwas mehr auf dem Spiel als nur das
investierte Geld, und hier beginnt die nicht einfache
politische Bewertung der Angelegenheit: Es geht nämlich auch
um den Eindruck, den Fahrgäste vom Hochtaunuskreis bekommen.
Wenn man sich als Fahrradfahrer, womöglich in einer Gruppe,
auf eine geeignete Mitnahmemöglichkeit verlässt und dann
Behinderungen vorfindet, wird das den Ruf der Taunusbahn,
aber auch dem Tourismus-Standort insgesamt, schaden.
Derartige Imageschäden sind nur schwer reparabel und nicht
einfach oder gar nicht monetär bezifferbar. Beginnt oder
endet eine Radtour mit Behinderungen, bleibt das meist im
Gedächtnis - das erzählt man weiter, beim nächsten Mal fährt
man selbst und andere lieber wieder Auto, denn da gibt es
durchdachte und angepasste Lösungen. Wem soll man's
verdenken...
Den Vorgang haben wir aufgrund der übergreifenden Bedeutung
zum
ADFC-Fachausschuss Öffentlicher Verkehr weiter gegeben
und sind gespannt, was es hier für Antworten gibt und welche
Einwirkungsmöglichkeiten bestehen. |
9. März 2007
(KM-HK1019#M02)
Hochtaunuskreis: Neue
Fahrzeuge der Taunusbahn - Änderung nicht möglich
Nach telefonischer Rückmeldung durch den RMV (Hr. Vollmer)
kann keine Änderung an den Zwischenwänden der Zugmodelle
Coradia LINT vorgenommen werden. Ursache ist nach Auskunft
des Herstellers ALSTROM LHB die eingebaute Klimaanlage und
die Veränderungen der Luftzugverhältnisse bei einem Umbau.
ADFC-Kommentar: Der ADFC bedauert dies, sind doch so die
neuen Wagen nur bedingt für den Transport von
Fahrradanhängern geeignet. Der
ADFC-Fachausschuss Öffentlicher Verkehr wird informiert,
da diese Wagen grundsätzlich bundesweit geliefert werden.
Wir versuchen uns dafür einzusetzen, dass diese Züge an
Wochenenden auf der Taunusbahn-Strecke möglichst nicht
eingesetzt werden, da hier typischer Weise eine touristische
Nutzung stärker zu erwarten ist und ausreichend
Zugkapazitäten mit weniger Einschränkungen bestehen. |
9. Februar 2007
(KM-HK1019#M01)
Hochtaunuskreis: Neue
Fahrzeuge der Taunusbahn - bedingt fahrradtauglich
Auf den Strecken der Taunusbahn sind bereits einige neue und
einige "redesignte" Züge unterwegs. Da bei den alten Zügen
der gesamte Innenraum überarbeitet wurde, sind auch die
Fahrradabteile neu gestaltet worden. Bei den alten Zügen ist
das Ergebnis durchaus ansprechend, wie das linke untere Bild
zeigt. Zwar ist der Platz in Längsrichtung etwas geringer
und eine kurze Abtrennung sorgt für etwas weniger Platz,
dafür ist nun beidseitig die volle Länge verfügbar, weil die
Fahrkartenautomaten entfallen sind. Etwas anders stellt es
sich in den ganz neuen Zügen dar. Hier wurden die
Kapazitäten erweitert, allerdings ist im einen
Abstellbereich der Platz durch die Toilette stark
eingeschränkt. Bei beiden neuen Abstellbereichen wurde
jedoch die Absperrung weit in die Mitte gezogen, so dass
einige Fahrrad-Anhänger gar nicht in den Bereich geschoben
werden können und im Eingangsbereich stehen bleiben müssen.
Man fragt sich, wie Ingenieure so etwas überhaupt anbieten
können. Der ADFC wird mit der FKE Kontakt aufnehmen, um auf
das Problem hinzuweisen. Wir werden über das Ergebnis
berichten.
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