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letzte Änderung: SP 23.06.2009

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Bad Homburg: Umlaufsperre am Golfplatz

Letzte Meldung vom 23. Juni 2009:

Informationen zum Vorgang:

Situation/Ausgangslage: Auf der Rundroute um Bad Homburg muss ein Golfplatz auf einem öffentlichen Weg gequert werden, über den sogar abgeschlagen wird. Offensichtlich eigenmächtig hat der Golfplatz Umlaufsperren errichtet und den Weg unfachgemäß umgestaltet.

ADFC-Position: Ein ungesicherter Abschlag über einen öffentlichen Weg hält der ADFC nicht für zulässig, weil Lebensgefahr droht. Trotz Auflagen für Golfer bleibt Versagen menschlich und damit möglich, die Folgen können tödlich sein. Dies ist auch mit Versicherungsschutz nicht tolerierbar. Der Abschlag über den Weg muss derzeit ganz verboten werden und darf erst wieder erlaubt werden, wenn wirksame Sicherungsmaßnahmen wie z.B. Fangzäune errichtet wurden. Nach Errichtung von wirksamen Schutzanlagen müssen die Umlaufsperren auf den Prüfstand, sie dürften dann nicht mehr notwendig sein.

Meldungen bisher:


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Letzte Meldung


23. Juni 2009 (KM-HK1074#M10)
ADFC legt umfassenden Lösungsvorschlag vor

Mit Schreiben vom 12. Mai 2009 hat der ADFC für die Sitzung des Verkehrsausschusses im Juni 2009 einen umfassenden Lösungsvorschlag vorgelegt, der eine alternative Wegführung vorsieht. Hierfür müssen beschilderte Radrouten ergänzt, bestehende geändert und ein Stück Weg ausgebaut werden.

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Einzelmeldungen


22. April 2009 (KM-HK1074#M09)
SPD stellt Antrag auf Verlegung des Weges

In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 22. April 2009 hat die SPD einen Antrag gestellt, eine Wegverlegung zu prüfen.

ADFC-Kommentar:
Eine gute Idee - nach etwa einem Jahr, nachdem das Problem akut wurde. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.
 

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19. September 2008 (KM-HK1074#M08)
Golfclub sieht keine Notwendigkeit für Zaun

In einem Zeitungsartikel der Taunus Zeitung sieht der Golfclub keine Notwendigkeit für einen Zaun zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern, kann aber einen anderen Abschlag verlegen, weil die Golfer selbst dadurch "nervös" werden könnten und einen Schutzwall errichten, damit Autos nicht von Golfbällen getroffen werden.

ADFC-Kommentar:
In den Ausführungen des Golfclubs gibt es eklatante Fehler, die nicht gerade von Fachkunde auf dem Gebiet des Fuß- und Radverkehrs sprechen. So wird im Zeitungsartikel ausgeführt: "Erst mit der Aufwertung der rund 15 Meter Schotterpiste zum internationalen Rad- und Wanderweg hätten die Probleme begonnen.". Von einem "internationalen Radweg" ist die Rundroute um Bad Homburg weit entfernt. Die Stelle ist vielmehr die einzig mögliche Ost-West-Querung in einem größeren Bereich und Teil der lokalen Rundroute um Bad Homburg, die allerdings ein großer Erfolg geworden ist. Alternativen gibt es bei der Wegführung nicht. Von den Umlaufsperren ist - wie vom ADFC bereits mehrfach ausgeführt - nichts zu halten, da sie von der eigentlichen Gefahr ablenken und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, statt auf die eigentliche Gefahr dazwischen hinzuweisen. Und plötzlich soll ein Zaun die Landschaft verschandeln? Dann möge man doch bitte auf den Profi-Abschlag verzichten, der Dritte gefährdet.
Im gleichen Artikel wird auch ungeniert berichtet, dass man den Parkplatz - also die Golfer und deren Autos - mit einem Wall vor umher fliegenden Golfbällen schützen wird. Eine gute Sache - aber wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Fußgänger und Radfahrer bleiben weiter ungeschützt. Wenn sogar Abschläge verlegt werden, weil Golfer auf der Terrasse "nervös" werden könnten, sollte der wirksame Schutz Dritter bei der Querung auf einem öffentlichen Weg eine Selbstverständlichkeit sein.
Der ADFC setzt da lieber auf die Aktivität der Stadt Bad Homburg, die es ja kommunikativ und ohne die große Keule regeln will. Wohl gelingt's! Der ADFC wird sich jedenfalls nicht mit Scheinlösungen zufrieden geben. Schön, dass Radfahrer eine Lobby haben!

Wie Sie den ADFC unterstützen können? Zum Beispiel durch Ihre Mitgliedschaft!
 

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23. August 2008 (KM-HK1074#M07)
Zusammenfassender Zeitungsbericht

Die Taunus Zeitung hat in einem zusammenfassenden Bericht den derzeitgen Sachverhalt anschaulich dargestellt, dem nichts hinzuzufügen ist.

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18. Mai 2008 (KM-HK1074#M06)
Verkehrsausschuss: Stadt besteht auf Fangzaun

In der Sitzung des Verkehrsausschusses der Stadt Bad Homburg vom 13. August 2008, in der der verkehrspolitische Sprecher vom ADFC Bad Homburg, Bernhard Wiedemann, als "fachkundiger Bürger" teilnahm, hat die Stadt verdeutlicht, dass sie gegenüber dem Golfclub auf einem Fangzaun besteht und deshalb im Gespräch ist. Man geht davon aus, dass eine Einigung bis Ende des Jahres möglich ist.

Der ADFC begrüßt dies sehr und hofft auf eine baldige Lösung - und dann auch auf die Beseitigung der Umlaufsperren, deren eigentlicher Aufstellungszweck ja dann entfallen sein dürfte.
 

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26. Juni 2008 (KM-HK1074#M05)
Wegverbesserung und Gitteraufweitung - Grundproblem bleibt

Die Wegoberfläche wurde erheblich verbessert, der Platz zwischen den Umlaufsperren erheblich vergrößert und auf der westlichen Seite zur Victor-Achard-Straße hin wurden die Gitter umgestellt, so dass andere vorhandene Pfosten nicht bei der Durchfahrt stören.

Hinsichtlich der Wegqualität verbleiben zwei Stellen, an denen eine Feinschotterung nicht vorgenommen wurde bzw. sich wieder "auflöst": Zum einen kommt zwischen den westlichen Gittern der Umlaufsperre zur Victor-Achard-Straße hin bereits wieder grobes Gestein hervor, was just zwischen den Gittern der Umlaufsperre liegt und das Befahren doch wieder gefährlich macht. Hier muss nachgebessert werden. Bei derartigen "Konstrukten" ist vor allem aufgrund der engen Kurvenradien immer wieder mit solchen Problemen zu rechnen und eine häufigere Nachbesserung notwendig. Zwischen der Unterführung unter der Saalburgchaussee und dem Golfplatz wurde an der Schranke zum Golfplatzgelände offensichtlich vergessen, die Umfahrung der Schranke ebenfalls mit Feinschotter zu versehen. Solange die Schranke, die über den gesamten Fahrweg geht, offen bleibt, ist dies kein Problem. Wird sie aber geschlossen, muss auf grobem Schotter zwischen Pfosten manövriert werden - eine vermeidbare Gefahr, wenn auch hier Feinschotter aufgeschüttet wird. Zudem ist fraglich, ob die Durchlassbreite der Pfosten für ein sicheres Befahren ausreicht. Der ADFC empfiehlt als Mindestdurchlassbreite ein Innenmaß von 1,40 Metern.

Das größte Problem ist der Abschlag über den öffentlichen Weg. Zwar sind die Golfer seitens des Golfclubs unbedingt gehalten, sich davon zu überzeugen, dass keine Radfahrer oder Spaziergänger kommen - aber was, wenn doch jemand z.B. am Kopf getroffen wird? "Treffer" mit Golfbällen können aufgrund der hohen Abschlaggeschwindigkeiten durchaus tödliche Folgen haben. Auch wenn die Haftungsfrage klar ist - es haftet der Golfspieler - wären mögliche Folgen nur schwer finanziell, aber keinesfalls menschlich wieder gut zu machen. Ein Abschlag über den Weg ist nach Ansicht des ADFC nicht tolerierbar. Dem ADFC ist auch kein Fall bekannt, in dem über einen öffentlichen Weg ein solcher ungeschützter Abschlag erlaubt wird. Die Stadt kennt die Situation und darf so etwas angesichts der Risiken nicht erlauben, bis entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen wurden.

Der ADFC Hochtaunus / Bad Homburg bleibt bei seiner grundsätzlichen Position, dass die Gitter sowohl dem Golfer als auch dem Radfahrer eine Sicherheit vorgaukeln, die nicht vorhanden ist und die Umlaufsperren selbst die Radfahrer von der eigentlichen Gefahr ablenken. Solange keine Sicherung des Wegen z.B. mit Fangzäunen (Beispiel siehe Meldung 04) vorhanden ist, darf nach Ansicht des ADFC dieser Abschlag nicht genutzt werden.

Vorschau - für größere Bilder (ca. 100 KB) bitte anklicken
     
Bild 1                           Bild 2                           Bild 3                          Bild 4

Bilderläuterungen
Bild 1: Deutlich breiter und fein geschottert ist die östliche Umlaufsperre (zur Saalburgchaussee/Karlsbrücke hin).
Bild 2: Umgestellt wurden die Gitter westlich der Golfplatzquerung (Victor-Achard-Straße), so dass die rechts stehenden Pfosten nun nicht mehr zusätzlich behindert. Der Durchlass wurde verbreitert, die Wegoberfläche ist aber schon wieder oder immer noch mangelhaft und gefährlich.
Bild 3: Die Umfahrung der Schranke zu Beginn des Golfplatzgeländes (zur Karlsbrücke hin) ist wie im Bild rechts zu sehen zwischen den Pfosten grob geschottert. Es besteht Unfallgefahr! Ob die Breite der Pfosten rechts im Bild bei geschlossener Schranke ausreicht (laut ADFC: 1,40 Meter Innenmaß) müsste noch überprüft werden.
Bild 4: Gut gelungen ist die verbesserte Wegoberfläche, was offensichtlich erst durch Intervention der Stadt Bad Homburg erreicht wurde.

Hinweis: Das gezeigte Rad (Bild 1) hat die Breite eines Standard-Fahrradanhängers oder eines bepackten Fahrrads und macht deshalb sehr eingängig die Wegbreite deutlich.

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3. Juni 2008 (KM-HK1074#M04)
Wie ein Golfclub bei Hofheim Passanten schützt

Bei einer Tour in der Nähe von Hofheim wurde folgendes Bild entdeckt, das Radfahrer, die am Rande des Golfclubs Hausen v. d. Sonne auf einem öffentlichen Weg fahren, wirkungsvoll vor gefährlichen Golfbällen schützt. Der Bad Homburger Golfclub nimmt auf öffentlichen Verkehr jedenfalls bei weitem nicht so viel Rücksicht. In Bad Homburg lässt die Stadt sogar zu, dass Abschläge über den öffentlichen Weg durchgeführt werden können. Der ADFC wünscht jedenfalls keinem Passanten, egal ob Fußgänger, Wanderer, Radfahrer oder Verantwortlicher der Stadtverwaltung, von einem Golfball an der Schläfe getroffen zu werden...

Vorschaubild - für größeres Bild (ca. 100 KB) bitte anklicken

Schutzanlagen bei Kelkheim

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13. Mai 2008 (KM-HK1074#M03)
ADFC fragt bei Golfclub an

Wegen der vom ADFC als nicht geeignet und sogar gefährlich angesehenen Umlaufsperren und der ungeeigneten Wegoberfläche hat der ADFC ein Schreiben an den Homburger Golf Club 1899 e.V. verschickt, um Klarheit über den Anlass und die Rechtslage zu erhalten. Dabei wurde davon ausgegangen, dass zum einen der Golfclub zu dem Eingriff berechtigt war, zum zweiten die Maßnahmen mit der Stadt Bad Homburg abgestimmt waren.

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11. Mai 2008 (KM-HK1074#M02)
ADFC ist für die Beseitigung der Umlaufsperre und eine Verbesserung der Wegoberfläche

Die Umlaufsperre ist zum einen nicht für Fahrradanhänger geeignet, aber auch schon für normale einspurige Fahrräder eine zusätzliche und vermeidbare Gefahr. Die Durchlassbreite mit knapp einem Meter beinhaltet keinerlei Sicherheitsabstand, da Fahrräder nach StVZO eine Breite von 1 Metzer haben dürfen. Nicht berücksichtigt wurde auch der Kurvenradius nicht beachtet. Radfahrer mit (Kinder-)Anhänger können gar nicht passieren, einspurige Räder werden an den Rändern "in die Botanik" gedrängt. Die spitzen Steine können eine Beschädigung von Reifen und Felgen insbesondere bei schmalerer Bereifung bewirken, wie sie häufig schon auf handelsüblichen Trekking- oder Reiserädern montiert sind. Die lockere und grobe Oberfläche bewirkt zudem, dass das Fahrrad nicht richtig gesteuert werden kann - und das bei der zusätzlichen Einengung durch viel zu schmale und schlecht aufgestellte Umlaufsperren. Diese Gefahr ist nicht unmittelbar erkenntlich, sondern tritt erst beim Befahren selbst auf bzw. wird erst dann als Auswirkung bemerkt. Der ADFC wird sich für die Beseitigung der Umlaufsperren und die Wegverbesserung einsetzen. Zudem lassen wir prüfen, ob es sich um einen öffentlichen Weg handelt und ob das Vorgehen mit der Stadt Bad Homburg abgestimmt ist. Andernfalls droht dem Golfclub eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Hinzu kommt, dass die beabsichtigte Wirkung so nicht erreicht wird und zum anderen eine sachliche Notwendigkeit nicht erkannt werden kann.
  • Kommentar zum Zeitungsartikel an die Taunus-Zeitung (Link zum Artikel siehe weiter unten):

    Kommentartext von Stefan Pohl, ADFC Hochtaunus:
    Die Umlaufsperre auf dem Bad Homburger Radrundweg wird als sinnvoll bezeichnet, um Radfahrer zum Langsamfahren über den Golfplatz zu zwingen. Die Umlaufsperre ist aber tatsächlich so eng, dass Fahräder mit Anhängern kaum passieren können. Zudem wirkt eine Umlaufsperre nur punktuell, nicht über die Weglänge. Die Umlaufsperre ist also für den beabsichtigten Zweck unwirksam und ein damit ein vermeidbares Hindernis, dass umgehend beseitigt gehört. Ich fordere hiermit die Stadt Bad Homburg auf, schnellstens dafür zu sorgen, dass dieses sinnlose Aufstellen von Umlaufsperren aufhört. Der Golfplatz hat diesen Weg freizugeben und nicht zuzusperren. Die Umlaufsperre muss weg.

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08. Mai 2008 (KM-HK1074#M01)
Bad Homburg: Neue Umlaufsperre am Radrundweg (Golfplatzquerung)

Auf dem Bad Homburger Rundweg wurden zwei weitere Umlaufsperre errichtet, diesmal am Golfplatz. Zusätzlich wurde der Weg neu geschottert, und zwar mit sehr groben und spitzen Steinen. Auf einem unserer Erinnerung nach öffentlichem Weg hat der Golfclub in einem Zeitungsartikel verkündet, mit den Umlaufsperren die Radfahrer - auf einem wahrscheinlich öffentlichen Weg ! - bremsen zu wollen. Im Zeitungsartikel wurde gleichzeitig erwähnt, dass der Golfplatz zu einer Nachbesserung der Oberfläche bereit sein, wenn sie sich als zu grob herausstellen sollte.

Vorschaubild - für größeres Bild (je ca. 100 KB) bitte anklicken
   
grober Schotter             enge Umlaufsperre        rechts durch die Botanik

Bildkommentare:
Im linken Bild ist der schöne grobe Schotter besonders gut erkennbar, der alleine schon eine Gefahr ist und aufgrund dessen auch Beschädigungen zu erwarten sind.
Das mittlere Bild zeigt ein Sonderfahrrad, dass aber in der Breite (nicht in der Länge!) einem Fahrradanhänger entspricht. Eine Passage eines einspurigen Rades mit Kinderanhänger ist praktisch unmöglich.
Das rechte Bild zeigt die zweite Umlaufsperre, die Radfahrer in die Randbotanik schickt - zusätzlich behindert durch weitere hier aufgestellte Schilderpfosten.

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