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letzte Änderung: SP 21.10.2009

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Bad Homburg: Fahrradstation am Bahnhof

Letzte Meldung vom 21. Oktober 2009:

Informationen zum Vorgang:

Situation/Ausgangslage: Am Bad Homburger Bahnhof reichen die Fahrradstellplätze nicht aus, die Bahnhofsfläche wird unansehnlich, Fahrräder sind nicht oder nicht gut geschützt vor Witterung, Vandalismus und Diebstahl. Der Bahnhofsvorplatz soll umgestaltet werden, Stadt und Bahn haben sich geeinigt und nun stehen die Planungen an. Zudem ist der Bahnhofsbereich derzeit eine Service-Wüste - nicht nur für Radfahrer. Der ADFC setzt sich für eine Fahrradstation am Bahnhof in Bad Homburg ein, eventuell in Verbindung mit einem Fahrradhändler oder einem gemeinnützigen Betreiber, der gleichzeitig arbeitslose und sozial benachteiligte Menschen, Behinderte oder Jugendliche qualifiziert.

ADFC-Position: Fahrradstationen gibt es in Nordrhein-Westfalen dank entsprechender Förderprogramme flächendeckend und in großer Zahl. Auch für Bad Homburg hält der ADFC eine Fahrradstation für sinnvoll, die Förderung kann im Rahmen allgemein bestehender Förderprogramme des Landes Hessen erfolgen. Im Rahmen der Bahnhofsumgestaltung sollen die Chancen dafür genutzt werden, auch eine solche Station zu initiieren.

Begründung: Eine Fahrrad-Station hat viele direkte und indirekte Vorteile für Nutzer, die Stadt, die Umwelt. Sie ist gut für's Image und kann sogar Zusatzfunktionen z.B. im Tourismusbereich (Information, Radverleih,...) wahrnehmen. Sie belebt den Bahnhofsbereich. Es gibt noch sehr viel mehr gute Gründe, auf die unter Daten und Fakten zu Fahrradstationen verwiesen wird.

Meldungen bisher:


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Letzte Meldung


21. Oktober 2009 (KM-HK1123#M09)
Vorgehenspläne - ohne Details mit Fahrradbezug

Die Tagespresse berichtet ausführlich über die Pläne zum Vorgehen bei der Bahnhofsanierung und der Einbeziehung des Umfelds. Eine Fahrradstation wird nicht explizit erwähnt, eine möglicht weit reichende Gestaltungsmöglichkeit dürfte aber auch mehr Chancen für die Realisierbarkeit bedeuten.

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Liste der Einzelmeldungen


17. Oktober 2009 (KM-HK1123#M08)
Kurdirektor Wolter soll Bahnhofprojekt leiten

Wie die Taunus Zeitung beriechtet, soll der in Bahnhofumbau Eppstein (Main-Taunus-Kreis) bereits erfahrene Kurdirektor Wolter den Umbau leiten. Beim Eppsteiner Bahnhof wurden übrigens fahrradfreundliche Punkte verwirklicht.

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09. April 2009 (KM-HK1123#M07)
Fahrräder sollen im Bahnhof untergebracht werden

In einem Zeitungsartikel der Taunus Zeitung vom 8. April 2009 wird im Zusammenhang mit der Sanierung des eigentlichen, denkmalgeschützen Bahnhofgebäudes geschrieben, dass "eine Möglichkeit zur Unterbringung von Fahrrädern" vorgesehen werden soll.

Der ADFC kann diese Formulierung nicht anders interpretieren, als dass es sich um eine Fahrradstation handeln müsse, denn das bloße Abstellen innerhalb des denkmalgeschützen Gebäudes ist so kaum vorstellbar.
 

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29. November 2008 (KM-HK1123#M06)
Architekturwettbewerb: 6 in engerer Auswahl

Aus 24 Bewerbern im Architekturwettbewerb kamen 6 in die engere Auswahl. Aus dem kurzen Artikel lässt sich leider nichts zu einer eventuellen Fahrradstation lesen.

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23. September 2008 (KM-HK1123#M05)
Bisher keine Fraktion ausdrücklich gegen eine Fahrradstation

Die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet am 23. September ausführlich über eine mögliche Fahrradstation in Bad Homburg - in mehreren Artikeln. Dabei wurden nicht nur Pendler am Bahnhof gefragt, sondern auch das Stadtplanungsamt und die politischen Ebenen einbezogen: Jürgen Hölz als Leiter des Stadtplanungsamtes "hält auch eine Fahrradstation im ehemaligen Gepäcktunnel im linken Flügel des Bahnhofsgebäudes für diskussionswürdig", so die FR. Allerdings wird es von der Planung her noch etwas zu früh angesehen. Von den städtischen Verkehrspolitikern hat sich jedenfalls laut FR niemand gegen eine Fahrradstation ausgesprochen. Eine Umfrage bei Pendlern ergab auch Aussagen zum möglichen Preisniveau - und keine Gegner einer Fahrradstation.

Artikel der Frankfurter Rundschau zu diesem Thema vom 23. September 2008:

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11. September 2008 (KM-HK1123#M04)
Fahrradstation am Wiesbadener Hauptbahnhof ein Erfolg

In seinem Info-Brief vom Sommer 2008 berichtet der ADFC Wiesbaden/Rheingau Taunus e.V. auch über die Fahrradstation am Wiesbadener Hauptbahnhof:

Fahrradstation am Wiesbadener Hauptbahnhof ein Erfolg
Seit dem 3. Mai betreiben die „BauHaus Werkstätten Wiesbaden“ (BWW) am Hauptbahnhof, unterstützt durch die Stadt Wiesbaden, die Deutsche Bahn, den ADFC und SWE Verkehr, die Radstation „Der Radler“. Die Station ist im Wiesbadener Hauptbahnhof am ehemaligen Gleis 11 in einem umgebauten Eisenbahnwaggon untergebracht. Dass das Projekt sehr gut angenommen wird, belegen insbesondere die von Michael Lechner, Geschäftsführer der BWW, im August vorgestellten Zahlen: In den ersten drei Monaten seit der Eröffnung wurden 493 Reparaturen und Wartungsarbeiten erledigt, 124 Räder gepflegt und gereinigt und 80 Räder verliehen. Die Resonanz sei durchweg positiv und die Kunden am Hauptbahnhof äußern eine hohe Zufriedenheit. Zudem freuen sie sich über eine Anlaufstelle, die auch kleinere Probleme am Fahrrad schnell und zuverlässig erledigt. Ein schöner Nebeneffekt: Durch die Beaufsichtigung und Pflege der Fahrradparkanlage am Gleis 11 ist das Erscheinungsbild dieses Bahnhofsabschnittes deutlich verbessert worden. Im Projekt arbeiten aktuell drei Stammkräfte der BWW sowie acht arbeitslose Jugendliche und Erwachsene. Diese werden im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beschäftigt.

Pressemitteilung des ADFC Hochtaunus zu diesem Thema vom 11. September 2008:

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07. September 2008 (KM-HK1123#M03)
FWG fordert Fahrradstation am Bahnhof

In einem Zeitungsartikel berichtet die Taunus Zeitung von der Forderung der FWG, ein Fahrradparkhaus am Bahnhof Bad Homburg einzurichten. Der ADFC hofft, dass sich dieser sinnvollen Forderung alle wichtigen Parteien in Bad Homburg anschließen können und übergreifend ein tragfähiges Konzept entwickeln.

Der ADFC begrüßt diese öffentliche Initiative und könnte sich über die genannten Serviceelemente wie Wartung und Aufbewahrung weitere vorstellen, z.B. eine Tourismus-Anlaufstelle und einen Radverleih.
 

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18. August 2008 (KM-HK1123#M02)
Prüfung durch Stadt zugesagt

In der Sitzung des Verkehrsausschusses der Stadt Bad Homburg vom 13. August 2008, in der der verkehrspolitische Sprecher vom ADFC Bad Homburg, Bernhard Wiedemann, als "fachkundiger Bürger" teilnahm, hat die Stadt die Prüfung zugesagt.

Da dieses Thema zweifellos komplex ist, wird es keine (vor-)schnellen Zusagen geben können. Vieles hängt jetzt auch vom politischen Willen ab, der bei ernsthaften Interesse hinter der Sache stehen muss. Die Prüfungszusage ist insofern keine wirklich neue Nachricht, nun aber ein klares politisches Thema, denn man wird sich etwas einfallen lassen müssen, wenn das erfolgreich realisiert werden soll. Möglichkeiten hat der ADFC jedenfalls ausreichend aufgezeigt, bei Bedarf kann auch eine Exkursion zu positiven und passenden Beispielen (siehe Meldung 01) empfehlenswert sein.
 

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12. August 2008 (KM-HK1123#M01)
Daten und Fakten zur Fahrradstation

Fahrradstationen gibt es vor allem in Nordrhein-Westfalen (NRW) dank intensiver Unterstützung durch die Politik. Deshalb kommen auch die meisten Erfahrungen von dort, NRW dient als Vorbild für die Schweiz und erntet auch Lob aus den Niederlanden.

Unter www.fahrradfreundlich.nrw.de findet man bei der Suche nach dem Begriff "Fahrradstation" Broschüren zum Download, die ausführlich informieren, z.B. eine Broschüre über Radstationen aus 2004 (Download, pdf, 2,1 MB).

Auch im Internet-Portal des Nationalen Radverkehrsplans finden sich in der Literaturdatenbank entsprechende Verweise bei der Suche nach dem Begriff "Fahrradstation".

Von Almut Schmitz ist die Schrift "100 Fahrradstationen in Nordrhein-Westfalen. Evaluation des Landesprogramms mit übertragbaren Empfehlungen zur Organisation von Fahrradstationen. (dt.)" erschienen, die z.B. über die Staatsbibliothek Berlin (kostenpflichtig) bestellt werden kann.

Auszüge aus "Fahrradstationen in NRW - eine Idee wird Programm"
zu beziehen über die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS) unter www.fahrradfreundlich.nrw.de.

  • Kein Aushängeschild sind überquellende Fahrradständer, umgestürzte, zerstörte oder kreuz und quer abgestellte Räder im Bahnhofsumfeld
  • Radfahrer, die ihr Rad sicher geparkt wissen, nutzen es auch für die Fahrt zum Bahnhof. Dann kann es auch das hochwertige und verkehrssichere Fahrrad sein.
  • Fahrradstationen sind die entscheidende Schnittstelle für die umweltfreundliche Mobilitätskette Fahrrad – Bus – Bahn.
  • Ein Viertel der Nutzer stieg erst durch den Bau einer Fahrradstation auf die kombinierte Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr um.
  • Bei zehn Prozent der Fahrradstationskunden handelt es sich um echte Neukunden für den öffentlichen Verkehr, zumeist Pendler.
  • Durch Fahrradstationen wird das Umsteigen vom Auto auf Rad und Bahn leicht gemacht.

Vorteile für die Städte (Auszug)

  • Der Bahnhof ist eine wichtige Visitenkarte der Stadt.
  • Mehr Menschen fahren Rad: weniger Lärm, Stau und Umweltbelastung.
  • Förderung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur bringt Imagegewinn.
  • Stärkung des Umweltverbundes.
  • Zusätzliche Dienstleistungen fördern den Radtourismus.
  • Das Bahnhofsumfeld wird attraktiver.

Vorteile für Radfahrer (Auszug):

  • In der Fahrradstation steht das Fahrrad witterungsgeschützt, diebstahl- und vandalismussicher.
  • Direktes Umsteigen in den Zug – die Fahrradstation ist direkt am Bahnhof!
  • Mitarbeiter reparieren das Fahrrad nach dem Motto: „Morgens gebracht – abends gemacht“.
  • Man kann ein Fahrrad mieten, wenn das eigene Rad defekt ist.

Eine Fahrradstation in Bad Homburg ist möglich und sinnvoll. Neben einem Neubau einer entsprechenden Anlage besteht auch die Option, den alten Gepäcktunnel zu reaktivieren, der noch vorhanden und weitgehend intakt ist. Die aktuell anstehenden Planungen können jetzt eine Station entsprechend berücksichtigen, eine funktionale und städtebaulich passende Lösung berücksichtigen und viele Vorteile bringen. Diese Chance sollte nicht vertan werden.
 

Beispiele, die zur geplanten Nutzung des Gepäcktunnels passen, finden sich bei den Radstationen

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