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Steinbach: Steinbach-Niederhöchstadt (Südroute) |

Letzte Meldung vom 8. Februar 2009:
Informationen zum Vorgang:
Situation/Ausgangslage:
Zwischen Steinbach
und Niederhöchstadt sind mehrere Wegführungen im Gespräch:
Neben einem vorerst gescheiterten Radweg entlang der L3367
gibt es eine Südroute und eine angedachte Nordroute parallel
zur L3367.
ADFC-Position: Wenn ein klassifizierter Radweg
entlang der L3367 entfallen soll, müssen einige
Voraussetzungen erfüllt sein. Allein die Existenz von
Feldwegen ist kein hinreichender Grund, keinen Radweg an der
L3367 zu bauen. Dafür sind komplexere Betrachtungen
notwendig.
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Letzte Meldung |
07. Februar 2009
(KM-HK1149#M02)
Steinbach-Niederhöchstadt (Südroute)
ADFC-Situationsanalyse zur
Südroute
Zwischen Niederhöchstadt und Steinbach ist, so wurde dem ADFC
Anfang 2009 bekannt, auch eine Nordroute in Planung. Sie
soll in Verlängerung des Mühlwegs von Niederhöchstadt
möglichst geradlinig auf Stierstadt führen. Die Nordroute
ist sinnvoll und notwendig, kann aber bereits bei
oberflächlicher Betrachtung nicht als Argument gelten, einen
Radweg an der L3367 nicht zu bauen. Dies Notwendigkeit eines
klassifizierten Radweges entlang der L3367 hängt vielmehr in
erster Linie davon ab, ob auf dem Feldweg südlich zu einem
klassifizierten Radweg vergleichbare und dauerhaft geltende
Bedingungen geschaffen werden können, was besondere
Anforderungen an die Sauberkeit des Weges stellt. Nach
Ansicht des ADFC ist ein Radweg entlang der L3367 zwingend
erforderlich, wenn nicht dauerhaft die Wegqualität der Süd-
UND der Nordroute unter Alltagsbedingungen, also auch im
Berufsverkehr, denen eines klassifizierten Radweges
entspricht.
Die Betrachtung reduziert
sich daher auf die Unterschiede zwischen einem
klassifizierten Radweg an der L3367 und dem vorhandenen
südlichen Feldweg. Betrachtet wird daher der Abschnitt
zwischen der Ampel am Dörnweg über die L3367 in
Niederhöchstadt und dem Pijnacker Platz in Steinbach, also
an den Punkten, an denen beide Varianten wieder
zusammenkommen.
- Entlang der L3367
ergeben sich folgende Kerndaten:
Länge: 1,84 km
Steigungen: 33m
Gefälle: 12m
Umwegfaktor zur Luftlinie: 1,04
- Entlang des Feldwegs
ergeben sich folgende Kerndaten:
Länge: 2,24 km
Steigungen: 31m
Gefälle: 12m
Umwegfaktor zur Luftlinie: 1,27
Der Feldweg ist gegenüber dem
Radweg an der L3367 um 0,4 km oder um 22% länger und weist
mit dem Umwegfaktor 1,21 einen knapp über dem maximal für
eine Alltagsroute anzusetzenden Umwegfaktor von 1,20 auf.
Allerdings kann hierbei nicht das Teilstück alleine
betrachtet werden, sondern es muss der Umwegfaktor der
jeweils betrachteten Gesamtrelationen mit einfließen, hier
vor allem die Relation Bad Homburg - Hofheim. Auf einer
längeren Gesamtstrecke kann ein Umwegfaktor gegenüber der
Luftlinie von 1,2 nur erreicht werden, wenn Teilabschnitte
optimiert werden und nur unvermeidbare Abschnitte Umwege und
vermeidbare Höhenmeterverluste in einem günstigen Verhältnis
aufweisen. Zwar weist der Feldweg ca. 2 zu überwindende
Höhenmeter weniger auf, dies wiegt den Umweg von 0,4 km
jedoch schon im betrachteten Teilabschnitt nicht auf. Daher
kommt der Feldweg als Alternative zum Radweg nur dann in
Betracht, wenn sich aus der überregionalen Relation bad
Homburg - Hofheim keine anderen Argumente ergeben und der
Feldweg in seiner Qualität, und das erfordert auch Wartung
und Sauberkeit, einem klassifizierten Radweg entspricht.
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Bild 1
Bilderläuterungen:
Bild 1: Routenvarianten und -verläufe (lila: Nordroute; rot:
Radweg entlang der L3367, blau: Südroute; grün: ausgesuchte
Anschlüsse in den Radroutennetzen)
Copyright: DTK50, ©
Hessisches
Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation 2002
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07. Februar 2009
(KM-HK1149#M01)
Steinbach-Niederhöchstadt (Südroute)
Zusammenfassung bis 02/2009
Zwischen Steinbach und Niederhöchstadt ist unstrittig, dass
eine angemessene Verbindung für den Radverkehr fehlt. Die
Stadt Eschborn hat 2008 ein langes Wegstück erheblich
verbessert, indem aus einem unregelmäßigen Pflasterweg ein
asphaltierter Weg wurde. Die Stadt Steinbach hat Anfang 2009
nachgezogen und ein fehlendes Wegstück im Rahmen der
Arbeiten an einem Baugebiet ergänzt, so dass die Verbindung
nun durchgehend asphaltiert ist. Leider wird der Weg - vor
allem auf Eschborner Gebiet - häufig von Landwirten genutzt,
die den Weg in einem stark verschmutzen Zustand hinterlassen
und nach mehrjährigen Erfahrungen des ADFC auch nicht
säubern. Damit ist dieser an sich hervorragende Weg während
längerer Übergangszeiten im Frühling und Herbst nicht für
Alltagsverkehr nutzbar, da die Verschmutzungen einfach so
groß sind, dass sie weder im Alltag, noch -was hier
besonders wichtig ist - im Berufsverkehr zumutbar sind. Die
Stadt Eschborn hat zwar den Willen bekundet, Wege auf
Anforderung zu säubern, allerdings sind offensichtlich
selbst die Verursacher, nämlich Eschborner Landwirte, weder
willens, ihre Verschmutzungen selbst zu beseitigen, noch
Verschmutzungen der Stadt zu melden, die sie nicht
beseitigen können oder wollen. Lediglich aus südlicher
Richtung bietet der Feldweg gegenüber dem Radweg an der
L3367 Vorteile. Dies betrifft allerdings nur einen Teil der
Anforderungen. Für die hier verlaufende Hauptroute im
Routennetz zwischen Bad Homburg und Hofheim ist der Radweg
entlang der L3367 die direkte Wegführung.
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