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Oberursel, Bürgermeisterwahl 2009: ADFC-Wahlprüfsteine |

Letzte Meldung vom 18. April 2009:
Informationen zum Vorgang:
Situation/Ausgangslage:
Am 6. Juni wird das
Amt des Bürgermeisters in Oberursel neu vergeben. Der ADFC
Oberursel/Steinbach hat dazu Wahlprüfsteine - einen 5 Fragen
umfassenden Fragebogen - an die Kandidaten verschickt. Die
Antworten werden in der Öffentlichkeit und hier in diesem
Web veröffentlicht.
Meldungen bisher:

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Letzte Meldung |
18. April 2009
(KM-HK1159#M08)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr
Antworten
zu den ADFC-Wahlprüfsteinen liegen vor
Dem ADFC
Oberursel/Steinbach
liegen vor dem Tag des Fahrrads am 18. April 2009 die Antworten
von 2 Kandidaten auf die
ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr vor, die Antwort vom 3.
Kandidaten wurde dem ADFC am Tag des Fahrrads übermittelt. Nachfolgend können
die Antworten nach Fragen sortiert im Wortlaut nachgelesen
werden. Die Kandidatenantworten sind in alphabetischer
Reihenfolge nach dem Nachnamen aufgeführt und bedeuten
keinerlei Wertung seitens des ADFC.
Der ADFC bedankt sich bei den Kandidaten für die
Beteiligung und die konstruktiven, teils sehr positiven
Antworten, die sogar konkreten Zusagen beinhalten. Der ADFC
Oberursel/Steinbach hofft, dem Wähler hiermit eine
Entscheidungshilfe hinsichtlich der Radverkehrsförderung an
die Hand gegeben zu haben - und wird natürlich nach der Wahl
weiter verfolgen, was diesen Aussagen an Taten folgt.
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18. April 2009
(KM-HK1159#M07)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr Frage
zu Fahrradabstellanlagen
Die Stadt Oberursel
hat in der Stellplatzsatzung festgeschrieben, dass nur
solche Fahrradabstellanlagen aufgestellt werden dürfen, an
denen der Fahrradrahmen abschließbar ist. Dies ist ein sehr
sinnvoller Beitrag zur Diebstahlbekämpfung. In der Praxis
wird bei neuen Bauvorhaben diese Vorgabe sehr selten
umgesetzt bzw. seitens der Genehmigungsbehörden nicht
nachgehalten. So haben z.B. alle neueren
Lebensmitteldiscounter durchgängig entgegen den
Satzungsbestimmungen völlig ungeeignete „Felgenkiller“
aufgestellt.
Wie stehen Sie zu dieser Problematik?
- Frau Banzer:
Die sinnvolle Festlegung in § 4 der Stellplatzsatzung ist
meiner Auffassung nach durchzusetzen. Wegen der erschreckend
hohen Anzahl von Fahrraddiebstählen muss auf die strikte
Einhaltung der Satzung geachtet werden. Es ist äußerst
unangenehm, bestohlen zu werden.
- Herr Brum:
Die Fahrradabstellanlagen sollten so beschaffen sein,
dass die Fahrräder auch am Rahmen befestigt werden können
und dass die Felgen nicht beschädigt werden. Sollten solche
Vorgaben, wie sie seitens der Stadt in der Stellplatzsatzung
gemacht werden, nicht eingehalten werden, so ist dies durch
die Bauaufsichtsbehörde nachzuhalten. Ich selbst präferiere
einfache Bügel aus Metall, ähnlich wie die Stadt Frankfurt.
Diese sollen im Rahmen der Umsetzung des
Radverkehrskonzeptes bei der Innenstadtgestaltung
installiert werden. Mein Ziel ist es, diese in den kommenden
drei Jahren im Stadtgebiet umzusetzen, da wir viele Besucher
mit dem Fahrrad zum Hessentag in Oberursel erwarten.
- Herr Eberle:
M. E. ist es wichtig, dass die Stadt Oberursel - endlich! -
einen offiziellen Fahrrad-Verantwortlichen benennt. Im
Zweifel müssen die „Felgenkiller“ ausgetauscht werden.
Lesen Sie mehr zum Thema
"Empfehlenswerte Abstellanlagen" beim ADFC:
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18. April 2009
(KM-HK1159#M06)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr Frage
zur Nutzung des
Konjunkturpaketes für die Radverkehrsförderung
Im Haushalt der Stadt
Oberursel sind 50.000 Euro für Schul- und Radwege
eingeplant. Weitere 50.000 Euro sind für Maßnahmen zur
Umsetzung des Radverkehrskonzeptes vorgesehen, welche aber
erst ausgegeben werden dürfen, wenn weitere Detailplanungen
vorgelegt und genehmigt sind.
Können Sie sich im Rahmen des Konjunkturpaketes der
Bundesregierung eine deutliche Aufstockung vorstellen, um
zahlreiche kleinere, rasch zu ermittelnde und zeitnah
umsetzbare Verbesserungsmaßnahmen für den Radverkehr
durchzuführen?
- Frau Banzer:
Selbstverständlich soll auch der Radverkehr von den
Konjunkturprogrammen profitieren. Ich werde daher weiterhin
unterstützen, dass mit Hilfe des Konjunkturprogramms des
Landes Hessen - eine Förderfähigkeit nach den Vorgaben des
Bundes besteht nach der Prüfung durch die Stadt nicht -
200.000 € zusätzlich zu den bereits im Haushalt eingesetzten
Mitteln in den Radverkehr investiert werden.
- Herr Brum:
Die im Haushalt eingestellten 50.000,-- EUR für Schul-
und Radwege sind nur ein Teil der städtischen Förderung. In
Verbindung mit einer Reihe von Straßenbau-/ und
Infrastrukturprojekten sind ebenfalls Radverkehrsanlagen
vorgesehen, beispielsweise beim Ausbau der Hohemarkstraße
eine beidseitige Verbindung für Fahrradfahrer aus der
Innenstadt bis zum Eichwäldchenweg hin. Bei den Anmeldungen
für das Sonderinvestitionsprogramm wurden zusätzliche
200.000 EUR für Radverkehrsanlagen beantragt. Ich gehe
davon aus, dass diese Mittel Ende 2009 zur Verfügung stehen.
Ebenso sei darauf hingewiesen, dass für überörtliche
Radverbindungen erhebliche
Mittel über die Regionalparkgesellschaften mobilisiert
werden konnten und wichtige Radverkehrsverbindungen im Bommersheimer Feld von und nach Frankfurt und
sowie von und nach Bad Homburg
damit fertig gestellt werden können.
- Herr Eberle:
Bis zum 23. April muss ja die Stadt ein stimmiges
Förderprogramm im Landratsamt eingereicht haben. 4 Mio. für
Kitas, Straßen-Sanierungen. Ich gehe davon aus, dass - im
Zweifel - 50.000 Euro zusätzlich für Rad-Wege-Verbesserung
verwandt werden können.
Lesen Sie mehr zum Thema
Konjunkturprogramm und Fahrradförderung in Oberursel:
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18. April 2009
(KM-HK1159#M05)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr Frage
zur Querung des
Epinayplatzes
Der Epinayplatz darf
derzeit von Linienbussen, die in der Praxis häufig mehr als
30 km/h fahren, gequert werden, während der Radverkehr als
zu gefährlich für Fußgänger angesehen wird und derzeit
offiziell, aber entgegen der gelebten Praxis nicht queren
darf.
Wie stehen Sie zu einer Querungsmöglichkeit für den
Radverkehr zwischen dem Holzweg und der Henchenstraße auf
der Bus-Fahrgasse über den Epinayplatz?
- Frau Banzer:
Um Radfahrern kurze und bequeme Wege zu bieten, handelt es
sich um eine sympathische Idee. Allerdings halten sich in
diesem Bereich auch oft Familien mit kleinen Kindern auf. Um
zu einer tragfähigen Lösung zu gelangen, sollte man sich
zusammensetzen.
- Herr Brum:
Der Epinay-Platz wird von allen Richtungen her durch
Fahrradfahrer bereits überquert. Dies ist auch relativ
unproblematisch. Stein des Anstoßes ist die rechtliche
Situation. Die Ordnungsbehörde ist sehr skeptisch in der
generellen Freigabe für Fahrradfahrer, da sie ein unkontrolliertes und
rücksichtsloses Queren des Platzes durch Fahrradfahrer
befürchtet und dadurch die Verweilqualität des Platzes sowie
die Sicherheit der Fußgänger beeinträchtigt sieht.
Aus meiner Sicht sollte eine Lösung gefunden werden, die es
den Fahrradfahrern gestattet, den Platz in
Schrittgeschwindigkeit zu queren, wobei auf Fußgänger
Rücksicht zu nehmen ist und im Zweifelsfall Fußgänger
Vorrang haben.
- Herr Eberle:
Ich gestehe es: bin seit fast 10 Jahren ein „schlechtes“
Vorbild. Ganz einfach: Fahrradfahren regulär legalisieren.
Lesen Sie mehr zum Thema
Epinayplatz beim ADFC Hochtaunus:
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18. April 2009
(KM-HK1159#M04)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr Frage
zum Klimaneutralen
Hessentag
Die Stadt Oberursel
hat sich zum Ziel gesetzt, den Hessentag klimaneutral zu
gestalten. Es wird mit einem Besucherrekord gerechnet. Aus
Bad Homburg, Frankfurt-Niederursel, Steinbach und Kronberg
ist Oberursel (Taunus) auch für Freizeitradler in 30 bis 45
Minuten erreichbar (ca. 5 bis 10 km ab Ortsgrenze).
Für wie wichtig halten Sie es, zum Hessentag im Juni 2011
den Besuchern aus den direkten Nachbarstädten Oberursels das
Fahrrad als besonders attraktives Verkehrsmittel
darzustellen? Wenn Sie die Fahrradnutzung für wichtig oder
sehr wichtig halten: Können Sie 3 - 4 wichtige Maßnahmen
nennen, mit denen Sie beabsichtigen würden, dieses Ziel zu
erreichen?
- Frau Banzer:
Aus vielen Gründen, auch aus Gründen der Luftverschmutzung,
halte ich es für sehr wichtig, dass sich die Anfahrt mit dem
Fahrrad als besonders attraktiv darstellt. Als Maßnahmen der
Stadt hielte ich für sinnvoll:
- deutliche Verbesserung der Beschilderung für den
Radverkehr ohnehin
- Werbung für die Anfahrt mit dem Fahrrad in den Medien,
geeigneten Publikationen etc.
- bewachte großflächige Stellplätze mit einer
Anschließmöglichkeit des Fahrradrahmens
- visuelle Darstellung der Stellplätze im Internet und
Einrichtung eines Routenplaners, der von den Stellplätzen
aus die Wege zu den Hessentagsstandorten, aber auch anderen
interessanten Orten in Oberursel aufzeigt.
- deutlich sichtbare Beschilderung der Wege zu den
Abstellplätzen.
- Herr Brum:
Der Klimaneutrale Hessentag hat für Oberursel eine hohe
Bedeutung. Wichtig ist es, möglichst viele Besucherinnen und
Besucher dazu anzuhalten, öffentliche Verkehrsmittel zu
nutzen, d.h. U- Bahn oder S- Bahn ggf. auch Busse, sowie zu
Fuß bzw. mit dem Fahrrad nach Oberursel zu kommen. Die
Voraussetzung dafür sind in Oberursel sehr günstig, da
Oberursel in einem bevölkerungsdichten Raum liegt und sowohl
mit ÖPNV und dem Fahrrad gut erreichbar ist. Welche
Maßnahmen sind dazu möglich?
- Marketing/ und Kommunikationsmaßnahmen im Vorfeld des
Hessentags, beispielsweise in den Broschüren des RMV, der
Tagespresse, im Rundfunk etc., die Oberursel als
fahrradfreundliche Stadt ausweisen und darstellen, zeigen
wie die Wege sind und wo die Fahrräder abgestellt werden
können.
- Umweltkampagne: CO2-freier Hessentag, welche die Besucher
zum Verzicht auf das Auto auffordert.
- Effektives Ausschilderungssystem zum Hessentag, welches
insbesondere von den verschiedenen Standorten in Frankfurt
die besten und gefahrlosesten Wege nach Oberursel anzeigt.
Dabei geht es u.a.
...um die Verbindung von Kalbach/ Bonames, Haheim etc. nach
Bommersheim und in die Innenstadt.
...die Querung unter der Urselbachtalbrücke kommend von
Eschersheim/ Heddernheim Mertonviertel etc. einerseits,
Niederursel, Ginnheim, Praunheim etc. andererseits.
...die Querung der Autobahn im Steinbacher Feld Höhe
Nordwestkrankenhaus über Weißkirchen in die Innenstadt.
- Ausbau der noch fehlenden Teilstrecken Radverbindungen auf
Oberurseler Gemarkung in die Innenstadt
- Nutzung der beim Hessentag autofreien Straßen als
Radrouten in die Innenstadt.
- Herstellung von bewachten Fahrradabstellanlagen. Ein
großer Teil davon wird lediglich temporär errichtet werden
können, da im Alltag nicht mit so großem Andrang zu rechnen ist wie
beim Hessentag.
- Prüfung des Einsatzes von Leihfahrrädern
- Herr Eberle:
Idee: Wäre es möglich z. B. am Bahnhof einen Fahrradverleih
für die 10 Tage einzurichten? Losgelöst vom Hessentag:
Freigabe der Nordumfahrung B 455 (neu) für
Fahrradfahrer/-innen.
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18. April 2009
(KM-HK1159#M03)
Oberursel: B-Wahl
2009 - ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr Frage
zu Schienenquerungen
Entlang der
Hauptverkehrsachse der U-Bahn-Linie U3 muss der Radverkehr
an zwei Stellen der Hohemarkstraße (in Höhe Portstraße und
im Bereich Rosengärtchen) die Schienen auf äußerst
gefährlichen, spitzwinklig verlaufenden Fahrbahnen queren.
Im Kreis der ADFC-Aktiven sind mehrere Unfälle in diesem
Zusammenhang bekannt, die zwar glücklicher Weise ohne
schwere Folgen blieben, aber auch mangels Meldung nicht in
die Unfallstatistiken eingingen.
Wie sehen Sie die Forderung nach einer deutlichen
Entschärfung zum Beispiel durch bauliche Maßnahmen wie
Verschwenkungen oder durch den Einsatz von technischen
Maßnahmen im Schienenbereich und sind Sie bereit, hierfür
auch Mittel aus dem städtischen Haushalt einzusetzen?
- Frau Banzer:
Das Vermeiden von Unfällen muss immer ein Anliegen der Stadt
sein. Dafür sind auch städtische Mittel einzusetzen. Da
derzeit ohnehin Baumaßnahmen in der Hohemarkstraße
stattfinden/anstehen, werde ich anregen, dass die Stadt
jetzt gleich prüft, welche technischen Maßnahmen im
Schienenbereich möglich sind, um die Unfallgefahr beim
Queren zu verringern. Vielleicht kann hierfür ein Teil der
beantragten Mittel aus dem Konjunkturprogramm des Landes
Hessen eingesetzt werden..
- Herr Brum:
Wir haben bereits im vergangenen Jahr damit begonnen,
mit einfachen Mitteln z.B. am Bahnhof durch Verschwenkungen
die Kreuzungssituation übersichtlicher zu machen, die
Verkehrsteilnehmer zu mehr Vorsicht anzuleiten und auch
möglichen Verkantungen von Fahrrad und Schiene vorzubeugen.
Dieses wird mit dem kommenden Ausbaumaßnahmen der
Straßenverkehrs- Infrastruktur entlang der Hohemarkstraße
weiter umgesetzt, wobei die spitzwinkligen Querungen im
Rosengärtchen und an der Portstraße aufgrund der engen
Raumsituation entlang der Straße nur bedingt entschärft
werden können. Hier sollte auch verstärkt mit Warnhinweisen
gearbeitet werden.
- Herr Eberle:
Entspricht genau meinen Vorstellungen. Da ich selber schon
mehr als 10-mal Bammel hatte. Ganz im Ernst: Ich plädiere
sogar für Schranken im Bahnhofsbereich am Platz des 17.
Juni. Sicherheit darf kosten.
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Liste der Einzelmeldungen |
04. April 2009
(KM-HK1159#M02)
Oberursel: Bürgermeisterwahl 2009 - ADFC-Wahlprüfsteine
ADFC-Wahlprüfsteine an Kandidaten verschickt
Die Wahlprüfsteine
wurden bis zum Bewerbungsschluss zurückgehalten und erst am
3. April 2009 verschickt.
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26. März 2009
(KM-HK1159#M01)
Oberursel: Bürgermeisterwahl 2009 - ADFC-Wahlprüfsteine
ADFC-Wahlprüfsteine an Kandidaten verschickt
Der ADFC
Oberursel/Steinbach hat im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl
einen fünf Punkte umfassenden Fragenkatalog, die
ADFC-Wahlprüfsteine zum Radverkehr, an die bisher bekannten Kandidaten, die
sich zur Bürgermeisterwahl stellen, geschickt, um deren
radverkehrspolitischen Vorstellungen für die künftige
Legislaturperiode zu erfragen.
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