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letzte Änderung: SP 25.11.2009

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Friedrichsdorf: Stadt 25+

Letzte ADFC-Nachricht vom 25. November 2009:

Informationen zum Vorgang:

Zuständige ADFC-Gliederungen: ADFC Hochtaunus e.V., ADFC Bad Homburg (kein AP für Friedrichsdorf, daher Federführung beim ADFC Hochtaunus)

Situation/Ausgangslage: Im Rahmen des Agenda-Prozesses hat die Stadt das Projekt Stadt25+ entwickelt. Der ADFC hat die bisherigen Inhalte auf Fahrradsicht hin beleuchtet.

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Letzte ADFC-Nachricht


25. November 2009 (KM-HK1246#M01)

Friedrichsdorf: Stadt 25+
Kurzanalyse aus ADFC-Sicht


Aus dem Internetportal der Stadt zum Projekt Stadt 25+ (www.stadt25-friedrichsdorf.de ).gehen erstaunlich wenige Punkt zum Radverkehr hervor. Richtig konkret wird es erst beim Bahnhofsworkshop, hier sind aber richtig gute Gedanken dabei. In den Leitlinien als übergreifendes, führendes Dokument  wird der Radverkehr zukunftsbezogen als "ist vernetzt organisiert" erwähnt.

Quelle: „Meine Ideen für Friedrichsdorf“ (pdf-Download der Stadt)
Sammlung von Ideen und Anregungen anlässlich der Kiosktermine September 2009 13.09.2009 Friedrichsdorf, 20.09.2009 Burgholzhausen, 27.09.2009 Seulberg und 29.09.2009 Köppern

  • Verbesserte Radwege zu den einzelnen Gemeinden
  • 2. Wunsch: bessere Verbindung in die einzelnen Orte per Rad und zu Fuß
  • Fahrradweg Bahnhof Friedrichsdorf: Sicherung des Radwegs! Dieser Übergang betrifft Schulweg (PRS), Einkaufen mit dem Rad etc. und ist super gefährlich!!! (siehe Skizze)
  • Es fehlen Fahrradstellplätze vor dem Heimatmuseum, am Landgrafenplatz; am Houiller Platz wurden Stellplätze weggenommen

Quelle: Baustein 1, Analyse Friedrichsdorf (pdf-Download der Stadt)

  • Potentiale, unter 4.
    Die kurzen Wege in den städtischen Kernbereichen und auch in der Landschaft stellen für Friedrichsdorf eine spezifische Lagequalität dar, die durch optimale Fuß- und Radwegeverbindungen noch aufgewertet werden kann.
  • Baustruktur:
    keine optimale Gestaltung der Fuß- und Radwegverbindungen zwischen Bahnhof und Hugenottenstraße

Quelle: Baustein 1, Analyse Burgholzhausen (pdf-Download der Stadt)

  • Potentiale, unter 3.
    Durch eine gestalterische Aufwertung der Radwegeverbindungen mit anderen Stadtteilen könnte die räumliche Zugehörigkeit zur Gesamtstadt verstärkt werden.

Quelle: Baustein 1, Analyse Seulberg (pdf-Download)

  • keine Punkte

Quelle: Baustein 1, Analyse Köppern (pdf-Download der Stadt)

  • keine Punkte

Quelle: Baustein 2, Leitbild (pdf-Download der Stadt)

  • Verkehr 2033 (Seite 6):
    Der ruhende und bewegte individuelle Fuß-, Rad- und motorisierte Verkehr sowie der öffentliche Personennahverkehr wurden vernetzt organisiert.

Quelle: Baustein 2, Entwurf Stadtbildkonzept (pdf-Download der Stadt)

  • Handlungsüberlegungen
    Stadt- und Stadteile - Fuß- und Radwegnetz gestalterisch durchgängig entwickeln
  • Handlungsüberlegungen, Verkehrsraum ist Lebensraum
    Gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Mobilitätsarten
  • Handlungsüberlegungen, Verkehrsraum ist Lebensraum
    Durchdachtes Beleuchtungskonzept
  • Handlungsüberlegungen, Verkehrsraum ist Lebensraum
    Stadtmöblierungskonzept

Quelle: Auszug Workshop Bahnhof (pdf-Download der Stadt)

  • skizzierte Umgestaltung der Unterführung, v.a. ebenerdige Zufahrten, Durchfahrt möglich

Quelle: Ergebnisse Workshop Bahnhof (pdf-Download der Stadt)

  • Schaffung eines großes Fahrradparkhauses
  • Im Rahmen des neuen Verkehrskonzeptes entsteht durch die Umlagerung des gesamten Individualverkehrs in die leistungsfähige Unterführung an der Professor-Wagner- Strasse hier eine attraktive, auch nachts hell beleuchtete und sichere Unterquerung der Bahnlinie, an die nicht nur die Regionalparkroute, sondern vor allem auch die Fuss- und Fahrradnetze der Stadt direkt und, wie hier bereits im Fall des westlichen Ausgangs sowie der östlichen Querung des Bahnhofsplatzes, mit sicheren und übersichtlichen Übergängen angebunden werden können.
  • Die Promenade
    Ein breiter, bequemer Fuß- und Radweg auf dem Damm entlang der bestehenden Bahntrasse soll zukünftig das verknüpfende Element zwischen den Stadtteilen und der Landschaft werden.
  • Neben dem Spießwald verbindet die Promenade die neue Philipp-Reis-Schule, die verschiedenen Stadtteile mit dem Bahnhof Friedrichsdorf.
  • Die „Stadtebene“ wird über bequeme Rampen mit der Ebene der Promenade verbunden. Der neue Fuß- und Radweg wird von hohen Pyramidenpappeln begleitet und ist von weitem als verbindendes Element sichtbar. Mastleuchten und die indirekte Beleuchtung der Bäume durch Bodenstrahler sorgen bei Nacht für eine gute Ausleuchtung.
  • Genauso wie die neue Unterführung am Bahnhof kann auch die Neugestaltung des Viadukts in der Lilienthalstrasse die städtischen Verbindungen für Fußgänger und Fahrradfahrer deutlich verbessern und somit auch das Milupaquartier besser an die östlichen Stadtteile anbinden.
  • Eine Reduzierung des motorisierten Verkehrs auf Einbahnverkehr kann neben der baulich-atmosphärischen Verbesserung eine wichtige Maßnahme darstellen.
  • Verkehr
    Der Viadukt am Lilienweg ist heute für die Anforderungen der Rad- und Fußwege Führung in Verbindung mit dem KFZ und LKW Verkehr nicht ausreichend. Für Radfahrer und Fußgänger stellt er zudem eine unangenehme und unsichere Passage dar.
  • Wir sehen hier die Chance eine großzügige, attraktive Wegeverbindung ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen. Wir schlagen deshalb vor, den Viadukt für den KFZ Verkehr zu sperren, was den unübersichtlichen Knotenpunkt am westlichen Tunneleingang überflüssig macht.

ADFC-Kommentar:
Vor allem bei übergreifenden Formulierungen sind visionäre Ziele nicht zu erkennen. Die einzige "brauchbare" Aussage bezieht sich auf das Jahr 2033 und besagt, dass u.a. auch der Radverkehr "vernetzt organisiert" ist. Eine 0-8-15-Aussage, der man sich auch ohne jegliche Ambitionen hinsichtlich der Berücksichtigung des Radverkehrs problemlos anschließen könnte.
Vielmehr hätte es anderer Formulierungen bedurft, um die seit Jahrzehnten vernachlässigte Fahrradnutzung durch verschiedene Maßnahmenbündel in unterschiedlichen Themengebieten auf ein sinnvolleres Niveau anzuheben. Im Nationalen Radverkehrsplan spricht die Deutsche Bundesregierung von 25% Radverkehrsanteil bis 2012, im Durchschnitt liegt das Rhein-Main-Gebiet heute bei ca. 6%, allein Frankfurt hat durch besondere Anstrengungen bereits knapp 20% erreicht. Die Leitlinien sind hinsichtlich des Radverkehrs in Friedrichsdorf eher eine Null-Vision.
Auch die Analyse der einzelnen Ortsteile ist eher schwach ausgeprägt. Konkrete Probleme werden nur ganz wenige genannt, für einige Ortsteile fand man gar gar keine konkreten Probleme - die Welt ist also bei einem marginalen Radverkehrsanteil schön heil - oder? Vorhandene erhebliche Mängel sprechen eine ganz andere Sprache...
Richtig konkret mit sinnvollen Vorschlägen und Ideen wurde es beim Bahnhofworkshop. Friedrichsdorf hat ja, wie Usingen im Hochtaunuskreis auch, an dem Projekt BahnVille teilgenommen. Leider wurde in Friedrichsdorf - anders als in Usingen - kein Radverkehrsclub beteiligt. Trotzdem sind einige bemerkenswerte Vorschläge enthalten, die aber nur auf die weit entfernt liegende Zukunft verweisen, z.B. eine Fahrradstation, eine ebenerdige - allerdings viel zu schmale - Unterführung statt der bisherigen dunklen Röhre, die nur über Treppen und Rampen passierbar ist. Auch die Ideen zur weiteren Anbindung sind gut. Dafür wurden in der hier und heute konkret vorhandenen Situation, in der noch über Jahre der Verkehr abgewickelt werden muss, keine Punkte entdeckt oder genannt, bei denen man sofort Verbesserungen schaffen könnten. Damit wird man niemanden zusätzlich auf's Fahrrad locken - im Gegenteil.
[Stefan Pohl]
 

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25. November 2009 (KM-HK1246#M00)

Friedrichsdorf: Stadt 25+
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